Sozialstruktur und Gesellschaftsvergleich

Bildung II: Bildungsungleichheit

Primäre und sekundäre Effekte II

  • Theorie der kulturellen Reproduktion thematisiert eher primäre Effekte (Bourdieu)
    • --> Eltern höherer Klassen vermitteln ihren Kindern mehr Schulwissen, aber auch mehr kulturelles Kapital und einen schulkompatiblen Habitus
    • --> Empirische Tests: Kulturelles Kapital fördert den Schulerfolg primär in seinen kognitiv generalisierbaren Formen (Buchlektüre: ja, Theaterbesuch: nein)
  • Theorie rationalen Handelns thematisiert eher sekundäre Effekte (Erikson/Jonsson, Breen/Goldthorpe)
    • P (höhere Bildungslaufbahn) = p*B-C
    • mit
      • P= Wahrscheinlochkeit eine höhere Bildungslaufbahn einzuschlagen
      • C = Bildungskosten (direkte Kosten und Opportunitätskosten höherer Bildung)
      • B = Bildungsnutzen (Statuserhalt; Arbeitsmarktrenditen)
      • p = Erfolgswahrscheinlichkeit
    • -> Eltern höherer Klassen haben geringere Opportunitätskosten, stärkere Statuserhaltsmotive & höhere Erfolgserwartungen
    • -> Relevanz v.a. im mittleren Notenbereich
    • -> Empirisch nur partielle Bestätigung (direkte Messung der drei Parameter)

Diskussion