Kommunikationspsychologie

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Beschreiben Sie die drei Ich-Zustände und erklären Sie die konstruktiven und destruktiven Anteile der Ich-Zustände.

  1. Nach der Transaktionsanalyse gibt es folgende verschiedene Ich-Zustände: Eltern-Ich, Er- wachsenen-Ich und Kindheits-Ich. Jeder dieser Ich-Zustände hat konstruktive und destruk- tive Anteile.
    Das kritische Eltern-Ich setzt Grenzen, wirkt mit seinem konstruktiven Anteil auf das Ge- genüber beschützend und kann dessen Entwicklung fördern und Orientierung geben. Es gibt Regeln vor und übernimmt auch Verantwortung für den anderen. Das kritische El- tern-Ich wertet das Gegenüber ab, will ihm seine Entwicklung vorgeben und weiß mit seiner herablassenden Kritik alles besser. Es ist schwer zufrieden zu stellen, sucht die Feh- ler beim anderen und schränkt es ein.

    Das konstruktive fürsorgliche Eltern-Ich hat Verständnis für sein Gegenüber, kennt seine Bedürfnisse und kümmert sich um diese, bietet Harmonie und Geborgenheit. Auf der de- struktiven Seite stahlt dieser Ich-Zustand eine Überlegenheit aus. Er tritt dann als Retter auf, schafft so Abhängigkeiten und fordert indirekt für sein Verhalten Dank ein.

    Das konstruktive Erwachsenen-Ich ist sachlich, informierend und bewegt sich auf einer ra- tionalen, kognitiven Ebene. Es löst Konflikte in der Regel sachlich. Der destruktive Anteil des Erwachsenen-Ichs ist kalt, wenig einfühlsam und wirkt distanziert, da ihm der Zugang zu seinen eigenen Emotionen fehlt.

    Das Kindheits-Ich lässt sich in drei Ich-Zustände unterteilen: rebellisch, frei und brav- angepasst:
    Der konstruktive Teil des rebellischen Kind-Ichs wehrt sich gegen sinnlose Anforderungen und ist ein konstruktiver Querdenker, der für seine Interessen eintritt. Gleichzeitig steht es in seinem destruktiven Anteil allem kritisch gegenüber, ist trotzig und hört nicht zu.

    Der konstruktive Anteil des freien Kind-Ichs ist authentisch, kreativ, ehrlich und direkt und hat stets konstruktive Ideen. Sein destruktiver Anteil ist gesteuert durch das Lustprinzip. Es möchte seine Bedürfnisse ausleben und denkt dabei nicht an die Folgen.
    Das brav-angepasste Kind-Ich erfüllt in seinem konstruktiven Anteil alle Regeln und Er- wartungen, nimmt Rücksicht und ist in seiner Grundhaltung bescheiden und kompro- missfähig. Auf der anderen Seite will es immer allen alles recht machen und ist ein Ja- Sager, der Angst davor hat, etwas falsch zu machen.

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