Reihenfolgeeffekte bei der Zusammenstellung von Items:

So fanden etwa Schwarz und Bless (1992; nach Sudman et al., 1996) in einer Studie, dass die Partei Christlich Demokrati-sche Union (CDU) deutlich positiver beurteilt wurde, wenn in der vorangegangenen Frage die CDU-Mitgliedschaft des populären damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker erwähnt wurde. Wenn jedoch nur dessen Präsidentschaft angesprochen war, fielen die Urteile über die CDU negativer aus als wenn Weizsäcker gar nicht erwähnt wurde. Die positive Verzerrung ist ein Beispiel für einen Assimilationseffekt, der durch die Verbindung Weizsäckers mit der CDU in der gleichen kognitiven Kategorie theoretisch zu erklären ist, während beim negativen Effekt diese Verbindung fehlte und ein Kontrasteffekt entstand.

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