Geschichte - Grundbegriffe

2. Semester


Antisemitismus


Antisemitismus
  • Judenfeindlichkeit bezeichnet eine pauschale Ablehnung der Juden und des Judentums. Dieses Phänomen erscheint seit etwa 2500 Jahren und hat besonders die Geschichte Europas über weite Strecken begleitet. Es reicht von Verleumdung, Diskriminierung und Unterdrückung über lokale und regionale Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung bis zum Genozid an etwa sechs Millionen europäischen Juden (Holocaust) in der Zeit des Nationalsozialismus.
  • Der Antisemitismus (abgeleitet vom Wort „Semiten“) ist eine mit Nationalismus, Sozialdarwinismus, Verschwörungstheorie und Rassismus begründete Judenfeindlichkeit, die seit etwa 1800 in Europa auftritt (Sind die Motive der Feindschaft überwiegend religiös, wird von Antijudaismus gesprochen). Für den Nationalsozialismus war der Rassenantisemitismus zentral und führte im vom Deutschen Reich besetzten Europa bis 1945 zum Holocaust.

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