Heilpraktikerprüfung

Frage: Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zum sogenannten Messie-Syndrom (pathologisches Horten) treffen am ehesten zu?

1. Charakteristisch ist das Anhäufen und Sammeln von wertlosen oder verbrauchten Dingen in der eigenen
Wohnung
2. Das Messie-Syndrom geht häufig mit Symptomen einer Zwangsstörung einher
3. Die Betroffenen reagieren meist mit sozialem Rückzug
4. Pathologisches Horten findet in der Regel außerhalb der eigenen Wohnung statt
5. Überwiegend sind Kinder und Jugendliche betroffen
 A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
 B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
 C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
 D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
 E) Nur die Aussagen 1,2, 3 und 5 sind richtig

Die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig, deshalb stimmt Antwort C).

Beim Messie-Syndrom fehlen dem Betroffenen die Fähigkeit in der eigenen Wohnung durch zwanghaftes Sammeln und Horten Ordnung zu halten. Er sammelt unnötige Dinge und kann sich nicht davon trennen, weil er sie irgendwann brauchen könnte. Im Extremfall ist die ganze Wohnung von diesen Dingen ausgefüllt. Der Sammelsucht kann sich auf verschiedene Dinge beziehen. Es können Zeitungen, alte Unterlagen, Verpackungsmaterial und Geschirr sein. Die Betroffenen können nicht mehr zwischen brauchbar und unbrauchbar, wichtig und unwichtig unterscheiden.

Zu 1 = Richtig
siehe oben
Zu 2 = Richtig
siehe oben
Zu 3 = Richtig, statt Beziehungen auf zu bauen, klammern sich die Betroffenen mehr an Objekte. Sie wollen wegen der Unordnung keine Gäste in ihre Wohungen ein. Sie ziehen sich aus Vermeidung von Konflikten zurück.
Zu 4 =Falsch, statt Beziehungen aufzubauen, klammern sich die Betroffenen an Objekte. Sie laden niemand in ihre Wohnung ein und ziehen sich immer mehr zurück, um Konflikte wegen der Sammelsucht zu vemeiden. Nach aussen führen sie oft ein normales unauffälliges Leben. Sie sind im Beruf oft erfolgreich mit einem Hang zum Perfektionismus.
Zu 5 = falsch. Die Tendenz zum Horten und Sammeln bestehen oft schon in der Jungend, die Symptome zeigen sich erst ab Mitte dreißig oder später.

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