Asendorf & Neyer - Sechs Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie

1. Eigenschaftsparadigma

William Stern (1871–1938)

William Stern (1911) 
stellte diese grundlegende Methodik  erstmals dar 
 
→ große Buchstaben bezeichnen Personen („Individuen“) & kleine Buchstaben Merkmale der Personen bezeichnen, z. B. Persönlichkeitseigenschaften.

Stern sprach nicht von Persönlichkeitspsychologie sondern von Differentieller Psychologie, weil Differenzen zwischen Personen bzw. Merkmalen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.

Schon vor Stern hatte Francis Galton (1822–1911), ein Vetter von Charles Darwin, sich erstmals mit der Messung von Eigenschaftsunterschieden auf der Grundlage von Gedächtnisleistungen oder Wahrnehmungsschwellen beschäftigt 
und Alfred Binet (1857–1911) hatte 1905 den ersten Intelligenztest entwickelt, um die Einweisung in die Sonderschule auf eine objektivere Grundlage zu stellen.

⇒ Aber es war Stern, der mit den „Vier Disziplinen der Differentiellen Psychologie“ die variablenorientierte Sichtweise auf die Variation eines Merkmals innerhalb einer Bezugsgruppe mit der personorientierten Sichtweise auf die Variation vieler Merkmale innerhalb einer Person 
verband und so die methodische Grundlage für das Eigenschaftsparadigma legte

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