Asendorf & Neyer - Sechs Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie

1. Eigenschaftsparadigma

Transsituative Konsistenz von Eigenschaften - allgemein 

Eigenschaften sind transsituativ konsistent, wenn die Eigenschaftsunterschiede innerhalb der Situationen beim Vergleich zwischen Situationen ähnlich ausfallen.

Versteht man „Messgelegenheit“ als Messwiederholung mit einem identischen oder sehr ähnlichen Messverfahren in unterschiedlichen Situationen,
z. B. die Erfragung von Ängstlichkeit:
  • beim Blutabnehmen
  • vor einer mündlichen Prüfung 
  • angesichts einer Schlange bzw.
  • angesichts drohender Arbeitslosigkeit wegen einer Wirtschaftskrise 
 
→ so handelt es sich um Untersuchungen zur transsituativen Konsistenz von Eigenschaften: Ob die Unterschiede von Personen in der interessierenden Eigenschaft ähnlich sind zwischen den Situationen.
 
⇒ Schon früh wurde in der empirischen Persönlichkeitsforschung deutlich, dass die transsituative Konsistenz von Eigenschaften viel geringer ist, als alltagspsychologisch erwartet 
 
 

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