Polizei- u. OrdnungsR

Wie erfolgt die Abgrenzung von 6 I VwVG, 6 II VwVG und 15 ASOG?

  • A1, Theorie d. Willensbruches: entgegenstehender Wille à VwVG; kein entgegenstehender Wille >>> 15 ASOG
    (P) entgegenstehender Wille bei Abwesenheit
    • A1.1: kein entgegenstehender Wille; wer nichts von Maßnahme weiß, kann keinen entgegenstehenden Willen bilden
    • A1.2: mutmaßlicher Wille (Rückschlüsse aus vorangegangenem Verhalten); grdsl. wird Wille vermutet, sich rm. zu verhalten
  • A2 (h.M.):
    Grund-VA liegt vor >>> 6 I VwVG
    Kein Grund-VA liegt vor + Wille wird gebrochen >>> 6 II VwVG
    Kein Grund-VA liegt vor + kein Wille wird gebrochen >>> 15 ASOG
    • (+) WL 6 II setzt voraus, dass Grund-VA fehlt
    • (+/-) WL-Auslegung für 15 I ist ambivalent
    • (+) histor.: Gesetzgeber hatte bei 15 ASOG alten § 44 I 2 PrPVG vor Augen, wonach bei unm. Ausführung kein Grund-VA vorliegt
    • (+) 15 I 1 setzt rm. hypothetischen VA voraus >>> passt nicht, wenn VA tatsächlich vorliegt
    • (+) „Zwang“ setzt nach allg. sprachl. Verständnis entgegenstehenden Willen d. Betroffenen voraus; 15 ASOG im 1. Abschnitt: keine Vollstreckungsnorm
    • (+) Willensbruch als intensiver Eingriff i. Rechte >>> strengere VSS d. VwVG

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