VL Kultursoziologie

11. Wissen, Deutungsmuster und symbolische Grenzziehungen

3. Symbolische Grenzziehungen

 Symbolische Grenzziehung = kognitiver Prozess der Wahrnehmung und Bewertung von Objekten, z.B. Personen, Artefakten oder Praktiken (Lamont 1992, 2000; Lamont & Molnár 2002; Sachweh 2013)
 Teilschritte: Kategorisierung, Stereotypisierung und Vorurteilsbildung
 Soziale Grenze = manifester Unterschied zwischen sozialen Gruppen im Zugang zu Handlungsressourcen, -opportunitäten und -partnern
 Annahme: Symbolische Grenzziehungen verursachen oder verfestigen soziale Grenzen und tragen zur Gruppenbildung bei
(a) Soziale Identität: „wir“ vs. „die anderen“
(b) Soziale Schließung: selektive Interaktion mit Gruppenangehörigen
(c) Diskriminierung
 Klassenstereotypisierung
- Sozioökonomisch: z.B. materieller Wohlstand, Berufserfolg
- Kulturell: z.B. Kultiviertheit, Bildung
- Moralisch: z.B. Religiosität, Arbeitsethik
- Weitere Dimensionen, z.B. körperlich

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