Bautechnische Grundlagen

05-Bauweisen

Wie sollten Wände/vertikale Scheiben nach den Regeln der Statik im Grundriss angeordnet werden?

  • Im Grundriss sind nach den Regeln der Statik mindestens 3 Windscheiben (Bild a) erforderlich: besser sind 4 (Bild b).
  • Es sollte darauf geachtet werden, dass der Abstand zwischen den Scheibenachsen, also der Hebelarm des Kräftepaares, möglichst groß ist.
  • Wände nicht parallel zueinander (Bild c)
  • Die Wirkungslinien dieser Scheiben dürfen nicht durch einen Punkt gehen, da sonst ein bewegliches System, das sich um diesen Punkt verdrehen kann, vorliegt (Bild c, d, e, f).
  • Außerdem sollten die aussteifenden Elemente möglichst zentrisch angeordnet werden, da exzentrische Anordnung wie in e) große Drehmomente aus den angreifenden Windkräften zur Folge haben.
  • Im Übrigen ordnet man Windscheiben möglichst zwängungsfrei an (Temperaturschwankungen).
  • Bild f) zeigt einen ungünstigen Fall, bei dem Längenänderungen der Decken infolge Schwinden und Temperaturänderungen zwangläufig durch die in den Ecken angeordneten Scheiben behindert werden.
  • Um die Torsionsbeanspruchung möglichst klein zu halten, ist es für die Horizontalaussteifung sinnvoll, die Kerne möglichst in Grundrissmitte anzuordnen (1. Bild von links).
  • Mit zunehmenden Einfluss von exzentrisch angeordneten kernen (Bild 2 und 3 von links) ändert sich die Ausmitte angreifender Horizontallasten.

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