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SM2 ist ein bekannter Lernalgorithmus, der schon seit den 1980er Jahren verwendet wird – er steckt z. B. hinter Programmen wie Anki oder SuperMemo.
Er merkt sich für jede Karte:
wie oft du sie wiederholt hast,
wie gut du sie zuletzt wusstest (eine Bewertung von 0 bis 5),
und wann du sie zuletzt gesehen hast.
Daraus berechnet SM2, wann du die Karte das nächste Mal sehen solltest, damit du sie nicht vergisst.
Er ist also schon deutlich schlauer als das einfache Leitner-System, aber noch recht einfach aufgebaut.
FSRS steht für „Free Spaced Repetition Scheduler“.
Er ist eine moderne Weiterentwicklung von SM2, die mit echten Nutzerdaten trainiert wurde – also mit Millionen von Wiederholungen aus Lernsystemen.
Dadurch ist FSRS genauer darin, wie gut man sich etwas nach einer bestimmten Zeit noch merken kann.
FSRS berechnet für jede Karte zusätzlich:
eine Erinnerungswahrscheinlichkeit („retrievability“) – also, wie wahrscheinlich du dich noch erinnerst,
eine gewünschte Erinnerungsrate („target retention“) – z. B. 90 %,
und den optimalen Abstand bis zur nächsten Wiederholung, um dieses Ziel zu erreichen.
Damit wird jede Wiederholung individuell auf dich abgestimmt – dynamisch, lernhistorisch und datenbasiert.
| Merkmal | SM2 | FSRS |
|---|---|---|
| Entstehung | 1987, SuperMemo | ab 2021, moderne KI-Analyse |
| Grundlage | Mathematische Formel | Datenbasiertes Modell |
| Bewertung | Fester Qualitätswert (0–5) | Qualitätswert plus Erinnerungswahrscheinlichkeit |
| Anpassung | Einfache Anpassung pro Karte | Hochgradig individuell durch Statistik und Lernverhalten |
| Ziel | Karte möglichst effizient wiederholen | Karte genau dann wiederholen, wenn du sie fast vergessen würdest |
| Parameter | efactor, Wiederholungszahl, Abstand | retrievability, stability, targetRetention u. a. |
| Vorteil | Einfach, stabil, bewährt | Präzise, adaptiv, wissenschaftlich moderner |