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Wenn du während deines Studiums einen Hund haben möchtest, muss du die folgenden Punkte berücksichtigen:
Tipp: Bei kritischen Vermietern kannst du unter Umständen punkten, wenn du die Auswahl des Hundes bzw. der Hunderasse an die Vorstellungen des Vermieters anpasst (z.B. kleiner Hund, der rassebedingt nicht zum Kläffen neigt und keiner Rasse angehört bzw. kein Mischling einer Rasse ist, die als gefährlich gilt).
Du wohnst in einem Zimmer oder einer WG des Studentenwerks? Hier musst du leider häufiger als auf dem freien Wohnungsmarkt mit einem Verbot der Hundehaltung rechnen.
In einer WG sollte nicht nur der Vermieter mit dem Einzug deines Hundes einverstanden, sondern auch deine Mitbewohner. Spreche am besten offen mit ihnen über etwaige Vorbehalte und nehme diese ernst.
In einer WG kann es sinnvoll sein eine Hunderasse oder eine Mischung von Rassen auszuwählen, mit der alle einigermaßen klarkommen.
Pudel,
viele Pudelmischlinge (z.B. Australian Labradoodle und Cobberdogs),
Malteser,
Bichon Frisé,
Havaneser und
einige Terrier-Arten.
alle Retriever (Golden Retriever, Labrador Retriever, …) und
viele der kleinen Gesellschaftshunde (Malteser, Havaneser, Bichon Frisé, Bolonka, …).
Labrador Retriever,
Shih Tzu,
Cavalier King Charles Spaniel,
Havaneser und
Basenji.
Ebenfalls hilfreich: Stellt gemeinsam ein paar Regeln auf, die dein Hund und du in der WG unbedingt einhalten sollt, z.B.:
der Hund muss in deinem Zimmer bleiben, wenn du nicht da bist,
der Hund darf WG-Besucher nicht ungefragt begrüßen,
der Hund darf nicht auf die WG-Couch,
im Kühlschrank dürfen keine angebrochenen Dosen von Nassfutter stehen und/oder
der Hund sollte einer wenig bellfreudigen, wenig haarenden Rasse angehören
Tipp: Halte Ausschau nach einem Hund, der besonders freundlich zu Menschen und anderen Hunden ist und auch so aussieht. Dann hast du weniger Probleme, einen Hundesitter zu finden, wenn du mal länger an der Uni oder am Wochenende unterwegs bist.
Worüber du dir keine Gedanken machen musst, ist die Größe deines WG-Zimmers. Ein Hund braucht nur so viel Platz wie ein Hundebettchen, in dem er sich bequem ausstrecken kann. Außerdem ist er sowieso immer am liebsten ganz nah bei dir. Zum Toben und Beschäftigen geht ihr am besten raus in den nächsten Wald oder Park.
Wenn du einen Hund halten möchtest, kommen ein paar einmalige und hohe laufende Kosten auf dich zu. Möchtest du z.B. einen Welpen haben, wird er dich – über seine ganze Lebensdauer gesehen – zwischen 15.000 € und 30.000 € kosten.
Tipp: Es gibt großartige mittelalte Hunde aus dem (Auslands-)Tierschutz. Für die Anschaffung wird nur eine Schutzgebühr von ca. 300 € fällig, während ein Rassehund zwischen 1.500 und 3.500 € kostet, bei „Modehunden“ auch gerne noch deutlich mehr. Auch für Rasseliebhaber gibt es zudem den passenden Tierschutzhund. Schaue z.B. einmal bei Facebook unter „(Rasse) in Not“ nach.
Folgende Punkte solltest du vor Anschaffung eines Hundes unbedingt prüfen:
Hunde werden bis zu 15 Jahre alt, manche leben sogar noch länger. Kannst du im Studium wirklich schon für einen so langen Zeitraum im Voraus planen?
Was ist z.B., wenn du deinen Hund später nicht mit an deinen Arbeitsplatz nehmen kannst?
Zu den Anschaffungskosten kommen Kosten für die Erstausstattung hinzu (Hundebett, Halsband, Geschirr, Leinen, Näpfe, Hundebett, Box etc.).
Laufende Kosten fallen an für das Futter, die Hundesteuer, evt. für eine Haftpflichtversicherung und insbesondere für den Tierarzt (Impfungen, jährliche Grunduntersuchung und Behandlung bei Erkrankungen und Unfällen).
Tipp: Gerade im Studium empfiehlt sich der Abschluss einer Hunde-Krankenversicherung, um ihn im Notfall versorgen lassen zu können. Operationen kosten schließlich schnell mehrere tausend Euro. Eine Komplettversicherung für einen jungen Hund kostet ca. 60 € und eine OP-Versicherung ungefähr 20 € im Monat.
Auch die Kosten für den Besuch einer Hundeschule solltest du einplanen.
Der Zeitaufwand für einen Hund beträgt ca. zwei bis drei Stunden am Tag. Frage dich kritisch, ob du genug Zeit für einen Hund hast. Berücksichtige auch deine weitere Lebensplanung. Planst du z.B. einen Auslandsaufenthalt? Wann beendest du voraussichtlich dein Studium? Und kannst du an deinem künftigen Arbeitsplatz voraussichtlich einen Hund mitnehmen?
Tipp: Halte vor Anschaffung deines Hundes Ausschau nach zuverlässigen hundefreundlichen Menschen in deinem Umfeld, die deinen Vierbeiner einmal zu sich nehmen können, wenn du in weniger Zeit (z.B. in der Prüfungsvorbereitung), am Wochenende unterwegs bist oder verreist und den Hund nicht mitnehmen kannst. Perfekt passen „Co-Owner“, die selbst einen Hund haben. Dann könnt ihr wechselseitig auf den Hund des anderen aufpassen, wenn Bedarf ist. In diesem Fall achtet bei der Anschaffung eures Hundes darauf, dass er zum Hund eurer Eltern, Geschwister oder Freunde passt.
Für bestimmte Hunderassen (sog. Listenhunde) gelten besonderen Auflagen. Welche Hunderassen betroffen sind, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Auflagen drohen insbesondere bei diesen Rassen:
Pitbull Terrier
American Staffordshire Terrier
Staffordshire Bullterrier
Bullterrier
American Bulldog
Mastiffs
Dogo Argentino und
Rottweiler
sowie bei Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunden.
Retriever (Golden Retriever und Labrador Retriever) oder einschlägige Mischlinge sind besonders für Studierende geeignet, weil sie besonders freundlich und entspannt sind.
Kleine Gesellschaftshunde, wie Malteser, Havaneser, Bichon Frisé, Bolonka (und einschlägige Mischlinge) passen ebenfalls gut, weil man sie problemlos überall mit hinnehmen kann (ggf. sogar auf Flugreisen), kaum jemand Angst vor ihnen hat und diese damit auf eine hohe Akzeptanz stoßen. Gleiches gilt für die meisten der kleinen Pudel-Mischlinge, die aktuell stark verbreitet sind (Labradoodle, Goldendoodle, Maltepoos, Cavapoo, Cockerpoos, …).
Erwachsene Tiere aus dem Tierschutz sind besonders empfehlenswert, weil du dann weißt, was du bekommst (der Charakter eines Hundes bildet sich erst nach der Pubertät aus) und dir die wirkliche anstrengende Welpen- und Junghund-Phase erspart bleibt.
Die Hundehaltung ist grds. erlaubt, wenn der Mietvertrag nichts anderes regelt.
In Studentenwohnheimen sind Hunde meistens untersagt.
Das letzte Wort hat immer der Vermieter, mit dem man sich am besten vor der Anschaffung des Hundes abstimmen sollte.
Die Höhe der Kosten für einen Hund hängt stark von seinem Alter und Gesundheitszustand ab. Über ein ganzes Hundeleben gerechnet, belaufen sich die Gesamtkosten auf 15.000 bis 30.000 €.
Es entstehen zum einen einmalige Kosten für die Anschaffung des Hundes. Während Rassewelpen zwischen 1.500 und 3.500 € kosten, ist bei Welpen und erwachsenen Hunden aus dem Tierschutz eine Schutzgebühr von ca. 300 € zu entrichten. Außerdem benötigst du eine Grundausstattung (Hundebett, Halsband, Geschirr, Leinen, Näpfe, Hundebett, Box etc.).
Zum anderen entstehen folgende laufende Kosten: für das Futter, die Hundesteuer und evt. für eine Haftpflicht- und für eine Hundekrankenversicherung. Besteht keine Krankenversicherung fallen regelmäßig Tierarztkosten für Impfungen und die jährliche Grunduntersuchung an. Hinzu kommen Behandlungskosten bei Erkrankungen und Unfällen.