BTW

Erläutere den Forschungsstand: Was für Inhalte enthält meine Rückmeldung? Wie gebe ich eine Rückmeldung? Wann gebe ich eine Rückmeldung? Wie oft gebe ich eine Rückmeldung?

 Was für Inhalte?
Abhängig von der Selektion der anzusteuernden Bewegungsmerkmale: 

2 Dimensionen: 
  1. Qualität: umfasst die Art der anzusteuernden Bewegungsmerkmale (indirekte steuerung: konwledge of performance und direkte Steuerung: results)
  2. Quantität: umfasst die Steuerungsmethodik bei der Einflussgröße
Studie: Farfel (1983): mit analytischer Informationsmethode können die besten Lernresultate erbracht werden. Grund dafür ist die Vermeidung der Aufmerksamkeitsteilung der SuS

Wie?
Über welche Sinnessysteme und in welcher Kodierungsform?

Sinnessysteme: visuell, taktil, akustisch, kinästhetisch, vestibuläre Modalitäten
Kodierungsformen: visuell, auditiv, verbal, nonverbal

-> Kodierung muss an das Niveau der SuS angepasst sein. Sie müssen die Informationen entschlüsseln können

Studie: Bunker et al. (1976): die Darbietung visuell-verbaler (Erklärvideo) Ergänzungsinformationen für den flutter kick im Schwimmen führt zu besseren Lernergebnissen bei 5. und 7. Klässlern als bei rein verbalen Anweisungen

Mögliche verschiedene Skalen: Nominal: richtig/ falsch
Ordinal: größer, gleich, kleiner
Kardinal: MKS-System (m,kg,sec)

Wann?

3 Informationstypen:

  • Synchroninformation
  • Schnellinformation
  • Spätinformation
Studie: Postinervall Greenspod und Foreman (1956) zeigen, dass je schneller die ergänzende Rückmeldung nach der Bewegungsausführung, desto größer ist der Lernerfolg


Effektivität von Schnell- und Spätinformationen: bei größeren Verzögerungen einer Ergänzungsinformation -> Abnahme der Lernleistung

Schnellinformation: (direkte Info nach Bewegung: fließt in Soll-Ist-Wert-Abgleich mit ein): Reduzierung der Versuche bis zum Erreichen des vorgegebenen Sollwerts der Lernaufgabe

Vorteil: rasche Auswirkungen auf Lernprozess
Nachteil: Abhängigkeitseffekt -> negative Folgen auf die Leistung, wenn die gelernte Bewegung ohne Ergänzungsinformation auszuführen ist

Spätinformation: (liegt außerhalb der Wirkungszeit des Kurzzeitgedächtnisses): positiver Effekt bei der Behaltensleistung, obwohl das Erreichen eines bestimmten Leistungsniveaus relativ lange Zeit benötigt

->Bevorzugt wird die Schnellinformation, dann die Synchroninformation
Selten die Spätinformation -> Informationsverlust


Wie oft?

Zum schnellen Erlernen einer neuen Bewegung sind häufige Rückmeldungen notwendig -> Gefahr: das Herausbilden der Fehlererkennungsmechanismus wird vernachlässigt. Zum Erlernen einer komplexen Bewegung wird eine höhere Informationshäufigkeit benötigt als beim Erlernen einer motorischen Aufgabe. 

Studie: nach jeder Ausfürhung ist Fremdinformation nicht zwingend notwendig. 
Magill, 1988: Bei der Verteilungsform schien die geblockte Rückmeldung (erst nach den ersten 10 bis 20 Versuchen) zu Beginn der Lernphase gegenüber einer gleichmäßigen Vertielung unvorteilhaft

Orientierungsgröße liegt bei ca. 50%, bei Marshall (1992) zeigten sich auch bei 25% noch Lernleistungen

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