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Worin ist die unterschiedliche Aussagekraft verschiedener Forschungsdesigns/Versuchspläne begründet?
Worin ist die unterschiedliche Aussagekraft verschiedener Forschungsdesigns/Versuchspläne begründet?
Worin ist die unterschiedliche Aussagekraft verschiedener Forschungsdesigns/Versuchspläne begründet?
Die Güte eines Designs bemisst sich daran, inwieweit Alternativerklärungen bzw. der Einfluss von Störfaktoren möglichst weitgehend ausgeschlossen werden können. Im Einzelnen sind folgende Störfaktoren benennbar:
- Zwischenzeitliches Geschehen: Alle Ereignisse, die zusätzlich zum Stimulus die abhängige Variable beeinflussen
- Reifungsprozesse der Probanden: Die Varianz in der abhängigen Variable wird durch „intrapersonale“ Prozesse bedingt, also nicht durch die Einwirkung des Stimulus.
- Messeffekte: Die Veränderungen werden als Auswirkung des ersten Messvorgangs auf den zweiten erzeugt (Übungseffekt).
- Hilfsmittel: Durch die Verwendung von unterschiedlichen Messinstrumenten, z.B. geänderte Tests, anders formulierte Fragen, ungleiche Antwortvorgaben o.ä., und variierende „Hilfsmittel“, etwa verschiedene Versuchsleiter, Beobachter, Interviewer usw., können Effekte auf die abhängige Variable möglich werden, die nicht durch die unabhängige Variable bedingt sind.
- VerzerrteAuswahlenundAusfälle:WennsichdieExperimental-unddieKontrollgruppenicht nur hinsichtlich des Stimulus unterscheiden, sondern sich auch im Hinblick auf andere Merkmale, die ebenfalls Einfluss auf die abhängige Variable ausüben, heterogen zusammensetzen, so sind hierdurch Differenzen zwischen Pre- und Posttest möglich.
Ausfälle entstehen durch Personen, die nur am Pretest teilnehmen und danach zum Posttest
nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die aufgezeigten Faktoren werden allgemein als Beeinflussungsfaktoren der internen Validität (auch interne Gültigkeit) bezeichnet. Interne Gültigkeit ist dann gegeben, wenn das Treatment tatsächlich für die Variation der abhängigen Variable verantwortlich ist. [...] An die Frage nach der internen Validität schließt sich die zweite Frage nach der äußeren Validität (auch externe oder ökologische Validität) an. Diese ist definiert als Möglichkeit der Generalisierung der experimentellen Resultate auf andere Personen(-gruppen) und Situationen. Externe Validität liegt bei einem Design demzufolge vor, wenn die ermittelten Ergebnisse auf andere Personen in anderen Kontexten übertragen werden können. Diese Möglichkeit kann ebenfalls durch verschiedene Störfaktoren beeinträchtigt werden, von denen hier nur zwei genannt werden:
- ReaktivitätoderreaktiveEffektedesMessens:DurchdieDurchführungdesPretestskanndie Empfänglichkeit der Versuchspersonen für den Stimulus angeregt werden. Durch diese Sensibilisierung wird dann der Einfluss des Stimulus zusätzlich verstärkt oder verringert.
- Reaktive Effekte der experimentellen Situation: Die experimentelle Situation kann gravierend von der Alltagssituation abweichen, wodurch zwar intern gültige Effekte nachweisbar sind, die aber u.U. im Alltagskontext ausbleiben.
Techniken der Kontrolle von Störfaktoren
- Elimination: Ausschaltung denkbarer Störgrößen bei der Durchführung des Experiments
- Konstanthaltung: Gleichartige Wirkung von mitunter unvermeidlichen Einflüssen in beiden
Gruppen
- Matching: Zuordnung von bzgl. bestimmter Merkmalsausprägungen „gleicher“ Personen zur
Experimental- und Kontrollgruppe
- Randomisierung: Zufällige Zuweisung der Versuchspersonen zur Versuchs- und Kontrollgruppe
(vgl. Esser, Hill & Schnell, 2005, S. 217ff.)
Die Güte eines Designs bemisst sich daran, inwieweit Alternativerklärungen bzw. der Einfluss von Störfaktoren möglichst weitgehend ausgeschlossen werden können. Im Einzelnen sind folgende Störfaktoren benennbar:
- Zwischenzeitliches Geschehen: Alle Ereignisse, die zusätzlich zum Stimulus die abhängige Variable beeinflussen
- Reifungsprozesse der Probanden: Die Varianz in der abhängigen Variable wird durch „intrapersonale“ Prozesse bedingt, also nicht durch die Einwirkung des Stimulus.
- Messeffekte: Die Veränderungen werden als Auswirkung des ersten Messvorgangs auf den zweiten erzeugt (Übungseffekt).
- Hilfsmittel: Durch die Verwendung von unterschiedlichen Messinstrumenten, z.B. geänderte Tests, anders formulierte Fragen, ungleiche Antwortvorgaben o.ä., und variierende „Hilfsmittel“, etwa verschiedene Versuchsleiter, Beobachter, Interviewer usw., können Effekte auf die abhängige Variable möglich werden, die nicht durch die unabhängige Variable bedingt sind.
- VerzerrteAuswahlenundAusfälle:WennsichdieExperimental-unddieKontrollgruppenicht nur hinsichtlich des Stimulus unterscheiden, sondern sich auch im Hinblick auf andere Merkmale, die ebenfalls Einfluss auf die abhängige Variable ausüben, heterogen zusammensetzen, so sind hierdurch Differenzen zwischen Pre- und Posttest möglich.
Ausfälle entstehen durch Personen, die nur am Pretest teilnehmen und danach zum Posttest
nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die aufgezeigten Faktoren werden allgemein als Beeinflussungsfaktoren der internen Validität (auch interne Gültigkeit) bezeichnet. Interne Gültigkeit ist dann gegeben, wenn das Treatment tatsächlich für die Variation der abhängigen Variable verantwortlich ist. [...] An die Frage nach der internen Validität schließt sich die zweite Frage nach der äußeren Validität (auch externe oder ökologische Validität) an. Diese ist definiert als Möglichkeit der Generalisierung der experimentellen Resultate auf andere Personen(-gruppen) und Situationen. Externe Validität liegt bei einem Design demzufolge vor, wenn die ermittelten Ergebnisse auf andere Personen in anderen Kontexten übertragen werden können. Diese Möglichkeit kann ebenfalls durch verschiedene Störfaktoren beeinträchtigt werden, von denen hier nur zwei genannt werden:
- ReaktivitätoderreaktiveEffektedesMessens:DurchdieDurchführungdesPretestskanndie Empfänglichkeit der Versuchspersonen für den Stimulus angeregt werden. Durch diese Sensibilisierung wird dann der Einfluss des Stimulus zusätzlich verstärkt oder verringert.
- Reaktive Effekte der experimentellen Situation: Die experimentelle Situation kann gravierend von der Alltagssituation abweichen, wodurch zwar intern gültige Effekte nachweisbar sind, die aber u.U. im Alltagskontext ausbleiben.
Techniken der Kontrolle von Störfaktoren
- Elimination: Ausschaltung denkbarer Störgrößen bei der Durchführung des Experiments
- Konstanthaltung: Gleichartige Wirkung von mitunter unvermeidlichen Einflüssen in beiden
Gruppen
- Matching: Zuordnung von bzgl. bestimmter Merkmalsausprägungen „gleicher“ Personen zur
Experimental- und Kontrollgruppe
- Randomisierung: Zufällige Zuweisung der Versuchspersonen zur Versuchs- und Kontrollgruppe
(vgl. Esser, Hill & Schnell, 2005, S. 217ff.)
Die Güte eines Designs bemisst sich daran, inwieweit Alternativerklärungen bzw. der Einfluss von Störfaktoren möglichst weitgehend ausgeschlossen werden können. Im Einzelnen sind folgende Störfaktoren benennbar: - Zwischenzeitliches Geschehen: Alle Ereignisse, die zusätzlich zum Stimulus die abhängige Variable beeinflussen - Reifungsprozesse der Probanden: Die Varianz in der abhängigen Variable wird durch „intrapersonale“ Prozesse bedingt, also nicht durch die Einwirkung des Stimulus. - Messeffekte: Die Veränderungen werden als Auswirkung des ersten Messvorgangs auf den zweiten erzeugt (Übungseffekt). - Hilfsmittel: Durch die Verwendung von unterschiedlichen Messinstrumenten, z.B. geänderte Tests, anders formulierte Fragen, ungleiche Antwortvorgaben o.ä., und variierende „Hilfsmittel“, etwa verschiedene Versuchsleiter, Beobachter, Interviewer usw., können Effekte auf die abhängige Variable möglich werden, die nicht durch die unabhängige Variable bedingt sind. - VerzerrteAuswahlenundAusfälle:WennsichdieExperimental-unddieKontrollgruppenicht nur hinsichtlich des Stimulus unterscheiden, sondern sich auch im Hinblick auf andere Merkmale, die ebenfalls Einfluss auf die abhängige Variable ausüben, heterogen zusammensetzen, so sind hierdurch Differenzen zwischen Pre- und Posttest möglich. Ausfälle entstehen durch Personen, die nur am Pretest teilnehmen und danach zum Posttest nicht mehr zur Verfügung stehen. Die aufgezeigten Faktoren werden allgemein als Beeinflussungsfaktoren der internen Validität (auch interne Gültigkeit) bezeichnet. Interne Gültigkeit ist dann gegeben, wenn das Treatment tatsächlich für die Variation der abhängigen Variable verantwortlich ist. [...] An die Frage nach der internen Validität schließt sich die zweite Frage nach der äußeren Validität (auch externe oder ökologische Validität) an. Diese ist definiert als Möglichkeit der Generalisierung der experimentellen Resultate auf andere Personen(-gruppen) und Situationen. Externe Validität liegt bei einem Design demzufolge vor, wenn die ermittelten Ergebnisse auf andere Personen in anderen Kontexten übertragen werden können. Diese Möglichkeit kann ebenfalls durch verschiedene Störfaktoren beeinträchtigt werden, von denen hier nur zwei genannt werden: - ReaktivitätoderreaktiveEffektedesMessens:DurchdieDurchführungdesPretestskanndie Empfänglichkeit der Versuchspersonen für den Stimulus angeregt werden. Durch diese Sensibilisierung wird dann der Einfluss des Stimulus zusätzlich verstärkt oder verringert. - Reaktive Effekte der experimentellen Situation: Die experimentelle Situation kann gravierend von der Alltagssituation abweichen, wodurch zwar intern gültige Effekte nachweisbar sind, die aber u.U. im Alltagskontext ausbleiben. Techniken der Kontrolle von Störfaktoren - Elimination: Ausschaltung denkbarer Störgrößen bei der Durchführung des Experiments - Konstanthaltung: Gleichartige Wirkung von mitunter unvermeidlichen Einflüssen in beiden Gruppen - Matching: Zuordnung von bzgl. bestimmter Merkmalsausprägungen „gleicher“ Personen zur Experimental- und Kontrollgruppe - Randomisierung: Zufällige Zuweisung der Versuchspersonen zur Versuchs- und Kontrollgruppe (vgl. Esser, Hill & Schnell, 2005, S. 217ff.)
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