Klinische Psychologie - Störungslehre

Stressassoziierte Störungen

Ätiologie – Risikofaktoren - Anhaltende Trauerstörung

Umwelt- und Ereignisfaktoren
  • Tod eines Kindes
  • Unzureichende soziale Unterstützung nach dem Verlust
  • Unnatürlicher, gewaltsamer Tod (z. B. Mord, Suizid)
  • Unvorbereiteter Verlust

Bindungsorientierte Ansätze

  • Unzureichende Internalisierung positiver Beziehungserfahrungen
  • Frühkindliche Bindungserfahrungen, v.a. Traumatisierung
  • Unsichere Bindung
  • Beziehung zur verstorbenen Person (z. B. Verwandtschaftsverhältnis, Beziehungsqualität, Abhängigkeit)
 
Personenspezifische Faktoren
  • Weibliches Geschlecht
  • Geringe Bildung
  • Bestehende psychische Erkrankungen
  • Dysfunktionale kognitive Überzeugungen
  • Erhöhtes Stressniveau zum Todeszeitpunkt
  • Geringer Selbstwert
  • Höheres Lebensalter
  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch
  • Multiple Verluste
 
Physiologische Veränderungen
  • Dysreguliertes Schlafverhalten
  • Immunsuppression
  • Erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen
  • Veränderungen im Blutdruck und der Herzfrequenz

=> Entwicklung und Aufrechterhaltung einer anhaltenden Trauerstörung

Kognitive Veränderungen

  • Langsamere Verarbeitung von trauerbezogenen Informationen
  • Höhere Interferenz durch trauerbezogene Stimuli => Indiz für starke gedankliche Verhaftung)

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