Schulpäd-Stex

Teil B - Planung und Gestaltung von Lernumgebungen

Erläutere den mustergültigen Ablauf der Unterrichtsplanung

1) Bedingungsanalyse bzw. didaktische Analyse
Anthropogene Bedingungen / Voraussetzungen der Lernenden klären:  
• sachstruktureller Entwicklungsstand (z.B. Vorwissen, Erfahrungen, etc. der Schüler/innen),
• Interessen und Einstellungen der Schüler/innen,
• soziale Aspekte in der Klasse (z.B. Klassenklima, Zusammenhalt und evtl. Konflikte),
• personaler Aspekt (z.B. persönliche Betroffenheit als Lehrperson),
• eigene Lehrerfahrungen.
 
Institutionelle Bedingungen / Rahmenbedingungen des Unterrichts klären:  
• Klassengröße und -zusammensetzung (z.B. sprachliche Voraussetzungen, Geschlechterverteilung),
• Lernumgebung (z.B. Sitzordnung, Raumgliederung, Medien),
• Lehr-Lernmaterialien (z.B. Lehrbuch, Sammlung im Biologieraum, Experimentiermaterial),
• außerschulische Lernorte (z.B. Stadt/Land-Unterschiede, Zugänge zu Museen/Wald),
• zeitliche Gliederung des Schulalltags/ Rhythmisierung (z.B. Rituale, Zeit).
 
2) Sachanalyse
Rein wissenschaftliche Betrachtung ohne Orientierung an der Zielgruppe mit anschließender fachdidaktischer Reduktion.
 
3) Lernziele / Kompetenzen
Zu erwerbende Kompetenzen der Schüler/innen im  
• fachlichen Bereich,
• lernmethodischen Bereich,
• personalen Bereich,
• sozial-affektiven Bereich.
 
4) Didaktisch-methodische Überlegungen
Didaktisch-methodische Überlegungen:
• begründete Auswahl und Gewichtung von Inhalten bzw. Teilaspekten,
• Gegenwarts- und Zukunftsbezug des Themas (siehe didaktische Analyse von Klafki),
• Bezug zum Bildungsplan und
• Stellung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit.

Begründungen:
• der Unterrichtsphasen,
• der Methoden- und Medienwahl,
• der Sozialformen,
• Überlegungen zu möglichen Alternativen,
• Einplanung von zeitlichen Puffern/ methodische Flexibilität und
• Einordnung in eine längerfristige, übergeordnete Planung (Unterrichtseinheit, Halbjahresplanung etc.).
 
5) Verlaufsplan / Unterrichtsskizze
• dient der schnellen Orientierung des Lehrenden und des Lesers,
• fasst die grundlegenden Überlegungen zusammen,
• bietet eine übersichtliche, rasterhafte Form des geplanten Unterrichtsablaufs,
• kann so besser nachvollzogen und ggf. für eine Beobachtung genutzt werden.
 
6) Reflexion/ Nachbesinnung
• Vergleich zwischen dem geplanten und realisierten Unterricht,
• Reflexion des tatsächlichen Stundenablaufs,
• Berücksichtigung des eigenen Lehrerhandelns und
• abschließende Bewertung.

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