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Teil B - Planung und Gestaltung von Lernumgebungen

Nenne die fünf Kriterien, anhand derer  diagnostische Instrumente beurteilt werden.

1. Stabilität vs. Veränderbarkeit des zu beurteilenden Konstrukts
Wird ein stabiles Phänomen bzw. Merkmal erfasst oder ist es ein Merkmal, das sich verändert bzw. verändern kann?
(Bsp.: stabil: Persönlichkeit, instabil: Lesefähigkeit)
"Statusdiagnostik vs. Prozessdiagnostik“
 
2. Zweck der Diagnose
Warum betreiben wir eigentlich diese
Diagnose? Was wollen wir damit erreichen? Wann? Warum?
„Selektionsdiagnostik“: Selektion im Schulsystem (gesellschaftliche Funktion der pädagogischen Diagnostik)
„Modifikationsdiagnostik“: Förderdiagnostik
(gesellschaftliche Funktion der Pädagogischen Diagnostik)

Ganz wichtig sind in diesem Kontext die Begriffe „summative und formative Leistungsdiagnostik“ (= engl.: summative and formative assessment). “Summativ“ bedeutet, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. am Ende des Schuljahres) zusammenfassend eine Diagnose erfolgt. „Formativ“ beschreibt hingegen immer den Prozesscharakter einer Diagnose unter Einbindung eines Feedbacks und des Fokus auf die weitere Entwicklung – oder Lernverlauf.
 
3. Grad der Beteiligung
Wie ist der Grad der Beteiligung? Sind Schüler/innen immer nur passiv in diesem Prozess oder gibt es auch Möglichkeiten, dass sie aktiv werden und sich beteiligen können?
 
„Fremddiagnose“ durch die Lehrkraft
„Selbstdiagnose“ durch den/die Schüler/in
(self assessment)
„Fremddiagnose“ durch die Mitschüler/innen
(peer assessment)
 
Fremddiagnose muss dabei gezieltes und sachgerechtes Feedback enthalten.
 
4. Bezugsnormorientierung der Rückmeldung
Woran richtet sich die Diagnose bzw. Beurteilung aus? Man unterscheidet dabei zwischen der sozialen, der individuellen und der kriterialen Bezugsnorm (vgl. Jürgens & Sacher, 2008)
 
5. Standardisierungsgrad des Diagnoseverfahrens
Wie standardisiert, also wie überprüft, wie zuverlässig, wie objektiv und wie valide sind solche Instrumente?
Grundsätzlich wird hierbei zwischen sogenannten formellen Verfahren, die nach wissenschaftlichen Standards entwickelt wurden und in der Regel auch von Forscherinnen und Forschern mit auf den Weg gebracht werden, und informellen Verfahren, von Lehrkräften selbst entwickelte Verfahren, unterschieden.

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