Schulpäd-Stex

Teil B - Planung und Gestaltung von Lernumgebungen

Nenne und erläutere sechs Vorschläge für eine objektivere, zuverlässigere und validere Beurteilung

1. Prozeduren der Durchführung, Auswertung und Interpretation
bewusstmachen, präzise beschreiben, mit Kolleginnen und Kollegen abstimmen und fixieren.
--> Objektivität und Reliabilität

2. Verwendung eines vorbewerteten Korpus von Vergleichsarbeiten als Maßstab.
bearbeitete Aufgaben, die bereits existieren,
heranziehen. Kohärente, an der kriterialen Bezugsnorm ausgerichtete Kriterien formulieren, um Musterarbeiten als Vergleichsmaßstab zu definieren.

3. Transparenz der Beurteilungsmethoden
Erläuterung, wie man zu einer Beurteilung gelangt ist, wird einfacher. Solche Kriterien können gemeinsam mit SuS entwickelt werden.

4. Mehrfachbeurteilung durch unabhängige Beurteilende
--> Objektivität und Reliabilität

5. Beurteilung erfolgt mit Bezug auf unterschiedliche Bewertungsdimensionen
(fachlich-inhaltlich, formal etc.)
Das heißt, Lehrkräfte sollten versuchen ganz präzise zu benennen, was ein gelungener formaler Gesichtspunkt ist, also z.B. eine klare Gliederung in einem Aufsatz ist.
Es geht also darum, möglichst präzise zu
benennen, was und wie beurteilt werden soll, und zwar fachlich-inhaltlich wie formal.

6. Auszählen objektiv feststellbarer Mikroelemente.
Es sollte festgelegt werden auf welchen Niveau-
oder Kompetenzstufen eine Arbeit eingestuft werden soll und wie dies erfolgen soll. Was bedeutet es beispielsweise, wenn eine Schülerin einen Aufsatz in zufriedenstellendem Maße verfassten konnte?
Sie hat wahrscheinlich das Thema in groben Zügen verstanden. Woran lässt sich dies erkennen? Solche Teilleistungen sollten in atomistischen Beurteilungsrastern mit Rohpunkten versehen werden. So kann
auf einer ganz konkreten Ebene zunächst festgehalten werden, was erkennbar bzw. beurteilbar ist und dann, wenn erforderlich, münden die Rohpunkte in eine Schulnote.

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