Schulpäd-Stex

Teil B - Planung und Gestaltung von Lernumgebungen

Erläutere die strukturierte Handlungsanleitung für die Umsetzung formativer Leistungsmessung nach Wiliam & Leahy (2007).

I) Über Lernziele sprechen und Bewertungskriterien in den Blick nehmen:
Es fällt Schüler/innen sehr viel leichter, wenn
sie wissen, weshalb sie sich mit einer Thematik befassen sollen, wenn sie sich intrinsisch motiviert einem Thema zuwenden und gemeinsam mit der Lehrkraft klären, wie man den Lernfortschritt festhalten und beurteilen will.

II) Durch passende Anregung den entsprechenden Lernprozess fördern und notwendige Zeit für die Entwicklung zugestehen: Damit verbunden ist, dass Fehler nicht als Problem gesehen werden sollten, sondern als
Lernchance. Erfolgreiches und nachhaltiges Lernen benötigt Zeit.
 
Beispielaufgaben mit diagnostischem Potential:
  • Lösungen mit Zusatztext begründen oder Diskussion der Lösung in der Gruppe,
  • Divergente Aufgaben (mehrere Lösungsvarianten; Lösungen auf unterschiedlichem Niveau möglich),
  • Teilleistungen differenzieren (z.B. verschiedene Schritte bei Textproduktion, einzelne Rechenschritte),
  • Hands-on-activities: Schüler/innen bei Aufgabenhandlungen beobachten.

III) Rückmeldung geben:
Dies schließt Rückmeldungen über die Arbeitsorganisation, die Bewältigung von inhaltlichen Fragestellungen, aber auch die Rückmeldung in Form von individuellen Leistungsbewertungen ein. Das sind allesamt Merkmale einer Lehr-Lernkultur, die auf Fairness, Offenheit und Transparenz sowie auf sozialer Eingebundenheit und individueller Förderung basiert. Zudem sollen Schüler/innen lernen sich selbst in ihrem Lernprozess in den Blick zu nehmen, aber auch sich untereinander zu beobachten, zu beurteilen und Feedback zu geben (Self-/peer-assessment).

Diskussion