Verfahrenslehre

Psychodynamische Psychotherapieverfahren

Mentalisierungsbasierte Psychotherapie (MBT)

Bindungssicherheit eines Kleinkindes nicht nur durch mütterliche Einfühlung beeinflusst werde. Vielmehr hänge sie von der mütterlichen Fähigkeit zu affektmarkierendem Spiegeln ab
 
• Zuerst muss Affekt des Kindes von der Bezugsperson wahrgenommen werden und
dieser im nächsten Moment durch eine elaborierende Antwort in langsamer und hoher
Stimmlage markiert werden, um damit ein Verstehen der Mitteilung anzuzeigen

Affektive Ausdruck übertrieben und ein Bruchteil eines anderen Affekts hinzugefügt,
wie beispielsweise Hoffnung auf baldige Veränderung bei Traurigkeit.
 
Auf diese Weise begreift das Kind, dass seine primäre Bezugsperson seinen
körperlichen Zustand zwar spüren und teilen kann, aber nicht mit dem gleichen
Affektausdruck reagieren muss
 
=> sekundären Repräsentanz des kindlichen primären Affekts => Grundlage für Affektregulation
 
Wenn Mentalisieren zusammenbricht, hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Individuum auf diese prä‐mentalisierenden Modi zurückgreifen:
Psychische Äquivalenz
Welt = Denken und Fühlen
Als‐ob
Mentale Zustände werden von der Welt abgetrennt
Teleologisch
Mentale Zustände werden agierend zum Ausdruck gebracht (Wenn nicht mentalisiert werden kann wird somatisiert)
 
Mentalisieren kann im Rahmen der
therapeutischen Beziehung erlernt werden.
 

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