Sachenrecht 1. Examen Karteikarten
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Mobiliarsachenrecht, Sicherungsübereignung

Übersicht: Sicherungsabrede i.R.d. Sicherungsübereignung (§ 311 I BGB)

  • 1) Inhalt
    • Selbständiger schuldrechtlicher Vertrag zwischen SiN und SiG, der Rechte/Pflichten im Innenverhältnis ausgestaltet (treuhänderische Bindung).
    • (+) Bestimmung der zu sichernden Forderung und des Sicherungsguts unter Beachtung des Bestimmtheitsgrundsatzes.
    • (+) Verpflichtung des SiG zur Übereignung des Sicherungsguts.
    • (+) Verpflichtung zur Rückübereignung bei Wegfall des Sicherungszwecks (Rückübereignungsklausel).
    • (+) Ausgestaltung der treuhänderischen Bindung des SiN.
      • Beachte: SiN kann im Außenverhältnis als Berechtigter übereignen (§§ 929 S. 1, 931 BGB), da Verfügungsbeschränkung keine dingliche Wirkung hat (§ 137 S. 1 BGB), macht sich im Innenverhältnis jedoch schadensersatzpflichtig (§ 280 I BGB).
    • (+) Pflicht des SiN zur Besitzüberlassung an SiG.
      • (+) Recht zum Besitz i.S.d. § 986, auch ggü. Dritten (§ 986 II BGB).
    • (+) Bestimmung der Verwertungsreife und Verwertungsmodalitäten.
  • 2) Funktion
    • (+) Rechtsgrund (causa) für die Sicherungsübereignung.
    • (+) Recht zum Besitz gegenüber dem Sicherungsnehmer (§ 986 I 1 BGB).
    • (+) Konkretes Besitzmittlungsverhältnis (§ 868 BGB).
  • 3) P: Drei Fallgruppen der Sittenwidrigkeit der Sicherungsabrede (§ 138 I BGB)? (eigene KK)