Polizeirecht HH | Versammlungsrecht 1. Examen Karteikarten
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Polizeirecht HH, Vollstreckung unmittelbare Ausführung (§ 7 SOG)

Materielle Rechtmäßigkeit der Vollstreckung in unmittelbarer Ausführung

  • 1) Tatbestandsvoraussetzungen
    • a) Rechtmäßigkeit der hypothetischen Grundverfügung
      • aa) Ermächtigungsgrundlage
      • bb) Formelle Rechtmäßigkeit
        • Beachte: Nur Zuständigkeit, da keine Grundverfügung erlassen wurde.
      • cc) Materielle Rechtmäßigkeit
    • b) Besondere Eilbedürftigkeit (§ 7 I SOG)
      • Unmittelbar bevorstehende Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung/Störung, die "auf andere Weise" nicht rechtzeitig abgewehrt bzw. beseitigt werden kann.
      • (+) Grundverfügung nicht möglich, weil kein Adressat anwesend oder sonst wie rechtzeitig erreichbar.
      • (+) Grundverfügung gegen den Adressaten verspricht von vornherein keinen Erfolg.
      • (+) Akute Gefahr, dass das gestreckte Verfahren zu lange dauert. 
    • c) Tatbestandsvoraussetzungen der gewählten Vollstreckungsmaßnahme/Rechtmäßigkeit des hypothetischen Vollstreckungsmittels
      • (+) Ersatzvornahme (§§ 11 I Nr. 1, 13 HmbVwVG).
      • (+) Unmittelbarer Zwang (§§ 11 I Nr. 3, 15 ff. HmbVwVG, 17 ff. SOG).
        • Beachte: Sonderformen Fesselung (§ 23 SOG), Waffengebrauch (§§ 24, 25 SOG), Zwangsräumung (§ 18 HmbVwVG) und Zwangsernährung (§ 18a III SOG).
    • d) Zulässiger Adressat (§§ 8, 9 SOG)
    • e) Keine Vollstreckungshindernisse
      • (-) Befolgung der Pflicht aus der Grundverfügung für den Betroffenen aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr möglich.
      • Beachte: § 28 HmbVwVG, § 79 II 2 BVerfGG, § 183 S. 3 VwGO, § 47 V 3 VwGO als potentielle Vollstreckungshindernisse.
  • 2) Rechtsfolge: Ermessen
    • a) Entschließungsermessen
    • b) Auswahlermessen bzgl. des Adressaten
    • c) Auswahlermessen bzgl. des Zwangsmittels
      • P: Erforderlichkeit des unmittelbaren Zwangs? (eigene KK)