Verwaltungsrecht BT 1. Examen Karteikarten
« zurück
Probelernen  
Preis inkl. MwSt.: 19.95 EUR





Umweltrecht (BImSchG)

Förmliches Genehmigungsverfahren (§ 10 BImSchG)

  • 1) Anwendungsbereich (§ 2 I 1 Nr. 1 der 4. BImSchV)
    • (+) Anlagen mit Buchstaben G im Anhang (§ 2 I 1 Nr. 1 lit. a) der 4. BImSchV).
    • (+) Anlagen, die sich aus Anlagen mit Buchstaben G und V zusammensetzen (§ 2 I 1 Nr. 1 lit. b) der 4. BImSchV).
    • (+) Anlagen mit Buchstaben V, aber notwendiger UVP (§ 2 I 1 Nr. 1 lit. c) der 4. BImSchV).
    • (+) Ausübung des Wahlrechts (§ 19 III 1 BImSchG).
  • 2) Verfahrensablauf (§ 10 BImSchG i.V.m. §§ 1-21 der 9. BImSchV)
    • (+) Vorberatung und Scoping (§§ 2, 2a I der 9. BImSchV).
    • (+) Genehmigungsantrag (§ 10 I 1 BImSchG i.V.m. §§ 4-4e der 9. BImSchV).
    • (+) Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 10 III BImSchG i.V.m. §§ 8-10 der 9. BImSchV).
    • (+) Behördenbeteiligung (§ 10 V BImSchG i.V.m. §§ 11, 11a der 9. BImSchV).
    • (+) Mündlicher Erörterungstermin (§ 10 VI BImSchG i.V.m. §§ 14 ff. der 9. BImSchV).
    • (+) Umweltverträglichkeitsbewertung (§ 20 Ia, Ib der 9. BImSchV).
      • P: Auswirkungen einer negativen UVP (§ 20 Ib 4 der 9. BImSchV)?
        • (-) Materiell-rechtlich lediglich "zu berücksichtigen" (Wortlaut).
        • (-) Behörde steht i.R.d. § 6 BImSchG kein Ermessen zu.
        • (-) UVP ist ein formelles Schutzinstrument ohne materielle "Stärke".
    • (+) Genehmigung bzw. Ablehnung (§ 10 VII BImSchG i.V.m. §§ 20 ff. der 9. BImSchV).
  • 3) Rechtsfolgen
    • a) Präklusionswirkung (§ 10 III 9 BImSchG)
      • (+) Formelle Präklusion für das Verwaltungsverfahren.
      • (-) Keine materielle Präklusion für das Gerichtsverfahren (§ 42 II VwGO).
    • b) Privatrechtsgestaltende Wirkung (§ 14 BImSchG)
      • Privatrechtliche Ansprüche können grundsätzlich nicht zur Betriebseinstellung führen, wenn Genehmigung unanfechtbar.
      • Ausnahme: Abwehransprüche, die auf besonderen Titeln beruhen, z.B. Ansprüche aus vertraglichen Beziehungen des Nachbarn zum Betreiber, da andernfalls unzulässiger Eingriff in Privatautonomie (Art. 2 I GG).