Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 2

2.3 Gibsons ökologische Wahrnehmungstheorie
 
Zusammenfassend

Gibsons ökologische Wahrnehmungstheorie hinterfragte und korrigierte Grundannahmen der klassischen Wahrnehmungsforschung.
 
Zu den Grundannahmen der klassischen Wahrnehmungsforschung gehörte, dass eine hohe Kontrolle über die Bedingungen des Wahrnehmungsvorgangs, wie sie für Laborexperimente typisch ist, nur vorteilhaft für die Interpretierbarkeit der Ergebnisse der Wahrnehmungsforschung sein dürfte.
 
Gibson: wies darauf hin, dass der künstliche Ausschluss einzelner Einflussfaktoren im kontrollierten Laborexperiment zu falschen Schlussfolgerungen führt.
Einflussfaktoren, die in der klassischen Wahrnehmungsforschung außer Acht gelassen wurden, sind demnach die Fülle der optischen Anordnung, die im Labor nur durch einzelne Elemente vertreten wird, und die Eigenbewegung des Betrachters, die im Labor häufig vollständig untersagt werden.
 
Er selbst generalisierte seine Überlegungen später auf den Bereich des Fühlens.

Heute wird ökologische Wahrnehmungsforschung auch in anderen Sinnesmodalitäten (etwa Hören) betrieben

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