Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 4

4.5 Verhalten und Verhaltensbeobachtung
 
Duncan & Humphrey (1989): Ähnlichkeitstheorie

Ähnlichkeitstheorie:
Menschen bilden im Geiste eine Suchschablone, um den Zielreiz zu finden.
Die Suchschablone repräsentiert die Zielreizmerkmale. Der Suchende vergleicht die reize mit der Suchschablone. Zielreize haben die höchste Ähnlichkeit mit der Suchschablone.
→ Werden so gefunden
→ Disktraktoren verlängern die Suchzeit, wenn sie der Schablone ähnlich genug sind, denn dann dauert es länger, bevor sie als Distraktoren erkannt werden und die Suche fortgesetzt werden kann.
 
⇒ Für diese Erklärung spricht der Einfluss der Ähnlichkeit verschiedener Zielreize auf die Suchfunktion: Wenn die Zielreizidentität unvorhersehbar ist, erleichtert eine hohe Ähnlicheit der Zielreize die Suche selbst dort, wo nur ein Zielreiz gesucht werden muss.
⇒ Erklärt der Schablonenvergleich: Die Schablone repräsentiert eine umso größere Zahl zu suchender Merkmale, je unterschiedlicher die erwarteten und potentiell zu suchenden Zielreize sein können.
 
⇒ Zwei Notwendigkeiten, die die Sucheffizienz beeinträchtigen könen:
  • Schablone muss während der Suche aktualisiert werden, sooft nicht alle Merkmale gleichzeitig gesucht werden können
  • Mit einer wachsenden Zahl gesuchter Merkmale steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Distraktoren Merkmale aufweisen, die zur Schablone passen, und die Suche zusätzlich verzögern
 

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