Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

2/3 Arbeitsgestaltung

Wege der psychologischen Arbeitsgestaltung - Teilautonome Arbeitsgruppen

Teilautonome Arbeitsgruppen:
das Erleben ganzheitlicher Arbeit ist oft nur möglich, wenn Personen gemeinsam zusammenhängende Teilaufgaben erledigen 
→ Zusammenfassung von interdependenten Teilaufgaben zur gemeinsamen Aufgabe einer Gruppe ermöglicht Selbstregulation und wechselseitige soziale Unterstützung 

→ Gruppen übernehmen die Verantwortung über den Arbeitsablauf und kontrollieren ihn selbst (kollektive Selbstregulation).

→ Teilautonome Arbeitsgruppen müssen Autonomie besitzen.
 
Kritik:
Hawthorne-Effekt: Danach sind positive Ergebnisse, wenn überhaupt erzielbar, kurzfristig und nur durch die Zuwendung zu den Beschäftigten beobachtet worden. Schwierigkeit bei praktischer Umsetzung, da Aufgaben überhaupt ein Entscheidungspotenzial haben müssen. Die Arbeit der teilautonomen Arbeitsgruppen ist anspruchsvoller, daher sind höhere Löhne nötig. Am Anfang häufig Innovationsschwierigkeiten und Verlust an Wirtschaftlichkeit. Unterstützung durch das Management nötig.
Berichtete Vorteile: Verbesserung der Qualität, verminderte Kosten für Qualitätskontrolle und Nacharbeit, Verringerung des Verletzungsrisikos, Verbesserung der Produktstabilität


Berichtete Mehrkosten:
Investitionen für Parallelausrüstung, höhere Lagerstände

Diskussion