Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/1 Motivation als Grundlage zielgerichteten Verhaltens

Intrinsische und Extrinsische Motivation - Korrumpierungseffekt - Studien

Lepper, Greene & Nisbett (1973): Kindergarten-Kinder mit besonderer Freude am Malen. Diejenigen Kinder, die eine vorher angekündigte Belohnung erhielten, wandten sich nach einer Woche weniger dem Malen zu, als die, die eine vorher nicht angekündigte bzw. gar keine Belohnung erhalten hatten.
 
Calder & Staw (1975): mit Bezahlung sank die Zufriedenheit mit der interessanten Aufgabe (Zusammensetzaufgaben mit Bildillustration), während die Zufriedenheit mit der uninteressanten Aufgabe zunahm (selbige ohne Bilder).
 

Deci, Koestner & Ryan (1999): Metaanalyse von 128 Studien.
→ Reizvolle Tätigkeiten verlieren durch Belohnungen oder Verhaltenszwänge an Attraktivität.
→ Materielle Belohnungen wirken stärker als verbale oder symbolische. → Geldbelohnungen vermindern die Motivation, wenn Aktivität einer Person nicht mit Geld in ZsHang gebracht wird
→ Belohnungen, Kritik, Kontrolle oder Terminvorgaben können intrinsische Motivation einschränken.
→ Leistungskontingente Belohnung hat negativere Auswirkungen auf intrinsische Motivation als weniger leistungsbezogene
→ Lob: Männer → Steigerung d. intr. Motivation; Frauen → nicht notwendigerweise
→ Tadel mindert bei beiden Geschlechtern die Attraktivität einer Aufgabe 

→ Unterscheidung informierende und kontrollierende Aspekte 􀃆 (!) Informierende wirken fördernd, kontrollierende vermindernd.

Cameron et al: Metaanalyse
→ Korrumpierungseffekt tritt nur dann auf, wenn 1. die Tätigkeit interessant ist & wenn 2. statt Lob materielle Belohnen dargeboten werden & 3. wenn diese Belohnungen erwartet werden

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