Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Postaktionale Phase: Bewertung - Gerechtigkeit - Kündigung 

Mit den Reaktionen geht der sich langsam festigende Prozess der ‚inneren Kündigung’ einher.

Grundlage ist ein ‚Psychologischer Vertrag’ (= ein psychischer Zustand, der zur Abnahme der Leistungsmotivation führt – ein schwierig erkennbarer lautloser Prozess).

Dagegen ist die Grundlage einer äußeren Kündigung ein rechtlicher Vertrag, ist kein Zustand sondern eine Handlung, ein rechtlicher Akt zur Lösung des Arbeitsvertrags und ist als offen vollzogene Handlung leicht erkennbar.

Innere Kündigung:
Bei der inneren Kündigung sind Demotivation, Resignation, Depression bis hin zu Entfremdung, Desillusionierung, Qualifikationsverlust und Freudlosigkeit bei der Arbeit bis hin zu Apathie und Sinnverlust sind die Folgen.
→ Für die Organisation entsteht Schaden in Form von Absentismus, verringerter Leistung und ungenutzten Potentialen.

→ Als Lösungsansätze werden Gespräche, Schulungen, Versetzungen und als letztes Mittel die Trennung vom Mitarbeiter empfohlen, manchmal auch die Hinzuziehung Dritter (Berater, Coaches, Supervisoren, ...).

Bezahlung ist natürlich nicht die einzige Grundlage zur Bewertung der Arbeit (Image d. O, Klima im Betrieb, Statussymbole,..)

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