MM5 - Bildung

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Qualitätsmerkmale bildungspsychologischer Forschung 

1. Randomisierung

= Messergebnisse sind vielfältigen Einflüssen ausgesetzt. Um zu verhindern, dass diese systematisch in eine bestimmte Richtung beeinflussen, werden verschiedene Zufallszuweisungen = Randomisierungen vorgenommen

  • Randomisierung zweistufig
    • zufällige Auswahl der Person
    • zufällige Zuordnung zur Bildungsbedingung 
  • in der Praxis oft nicht realisierbar: quasirandomisiertes Design
    • Pretests
    • Kontrolle von Kovariaten

 

2. Kontrolle

= das Bemühen den Einfluss der Randbedingungen einer Untersuchung zu minimieren

-> drei wichtigste Strategien neben statistischer Kontrolle

  • Herstellung standardisierter Untersuchungsbedingungen
    -> Durchführungsobjektivität
  • Selektion -> Untersuchung einzelner Bedingung
  • Stratifizierung -> explizite Aufteilung (Streuung innerhalb d. Gruppe verringert, aber WS erhöht Effekt zu finden)

 

3. Objektivität

= Unabhängigkeit der Messergebnisse von den die Untersuchung durchführenden Forschern

  • neben Standardisierung der Untersuchungsbedingungen: Auswertungs- & Interpretationsobjektivität
  • bei Auswertung: mehrere Ebenen berücksichtigen:
    • Verwendung von HLM
    • unterschiedliche Bewertung statistischer Voraussetzungen (z. B. Normalverteilung) und die Anwendung von Auswertungsverfahren
  • Interpretation: oft unterschiedlich bei gleichen Daten
    • begrüßenswert: Angabe von Effektstärken, nicht aber deren Standardisierung
    • rigide Transparenz der Interpretationen notwendig

 

4. Reliabilität

= Zuverlässigkeit einer Messung, die umso höher ist, je geringer der Messfehler ist (korrekte Zuordnung? alles erfasst?)

Probleme: 

  • standardisierte Messinstrumente sind rar
  • hoch inferente Messungen -> Urteile und Schlussfolgerungen fließen ein

 

5. Validität

= Gültigkeit einer Messung, das heißt, ob tatsächlich die intendierte Größe erfasst wurde

-> Messungen müssen operationalisiert werden

  • was ist die beste Operationalisierung? (z.B. PISA: Intelligenz vs. Bildungsqualität)
  • wie gut ist die Operationalisierung gelungen? (Abschätzung erzielter Validität)

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