MM5 - Bildung

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Fehlerquellen bildungspsychologischer Forschung

1. Kompetenzfehler

= Nicht-Beherrschen aller akzeptierten Standards 

  • zwei bekannte Fallen
    • ökologischer Fehler: Gruppendaten werden überinterpretiert (z.B. Störche & Babys)
    • kausale Interpretation korrelativer Zusammenhänge (P->Q, Q->P, PQ->X, Zufall)

 

2. Manipulation

= bewusster Versuch Ergebnisse + Rezeption von Forschung zu steuern

  • geschickte Formulierung von Fragestellungen
  • selektive Auswahl der Ergebnisse (außer es gibt Messfehler bei Datenerkennung, dann berechtigt)
  • unangemessene statistische Verfahren
  • verzerrte Darstellungen

-> Gegenmaßnahmen:

  • Forderungen nach Transparenz und Nachvollziehbarkeit
  • Peer-Review-Verfahren
  • Replikationsstudien
  • Fachvertretungen mit Ethikkommissionen

 

3. Kommunikationsfehler

Publikationsbias = file-drawer-Problem (nur Publikation, wenn sig. Ergebnisse)

-> Gegenmaßnahme 

  • Anmelden der Publikationen in öffentlicher Datenbank vor Beginn der Durchführung
  • vorab Anzeige der erfassten Variablen 

 

4. Positivistischer Fehler

= Fehler durch Vergleich mit Vorhandenem (Vorhandenes = Positives -> wertneutral im Positivismus)

  • nur Vorhandenes kann untersucht werden -> bildet dann Forschungsrahmen und auch Referenzwert
  • kann unter anderen Bedingungen anders ausfallen (z.B. Ländervgl.)

 

5. Interessenbias

= selektive Auswahl wissenschaftlicher Fragestellungen durch Verzerrung eigener Interessen & Wünsche

  • kultur- bzw. landesabhängig
  • eigenen Weltanschauung / politische Meinung
  • unterschiedliche Interessen -> Forschungsmittel 

-> Interessenwirkungen in Erhebungssituationen: soziale Erwünschtheit, Wunsch möglichst positives Bild der eigenen Situation zu vermitteln, Versuchsleitereffekte 

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