MM5 - Bildung

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Klassifikation v. Prävention

PRIMÄRE P.

  • betrifft alle Maßnahmen mit dem Ziel der Reduktion von Inzidenzraten (Neuauftreten)
  • ist dem Auftreten von psychischen Problemen & Störungen vorgeordnet
 
SEKUNDÄRE P. 
  • Interventionen zur Reduktion von Prävalenzraten (Auftretenshäufigkeit)
  • Minderung / Aufhebung von psychischen Problemen
 
TERTIÄRE P.
  • Vermeidung oder Abschwächung unerwünschter Folgen psychischer Probleme oder Erkrankungen
 
Einteilung von Präventionsmaßnahmen vor dem Auftreten eines bestimmten Problems:

UNIVERSELLE P. (allgemeine P.)
für unausgelesene Gruppen

Vorteile
  • alle potentiell Gefährdeten werden erreicht
  • relativ geringe Eingriffsintensität
  • geringe Stigmatisierungseffekte
  • frühe Reaktion auf Probleme
Nachteile
  • Kostenintensiv (große Zielgruppe)
  • Große Anzahl an Personen haben Maßnahme nicht nötig
  • Gefahr d. Pathologisierung
  • Schwer alle Mitglieder einer Population zu erreichen

GEZIELTE P. (selektiv & indiziert)
= für bestimmte Zielgruppen

Vorteile
  • Zuschnitt auf besonders bedürftige Gruppen
  • spezifischere Hilfen möglich
  • relativ preiswert (kleine Zielgruppe)
Nachteile 
  • Differenzierte Erkenntisse über Risikofaktoren & Entstehungsbed. nötig
  • Zuverlässige Auswahlprozeduren (Screening) notwendig
  • Mögliche Stigamtisierungseffekte bei Auswahl
  • hohe Eingriffsintensität & teils hoher Aufwand
  • relativ späte Hilfen
  • Implementationsprobleme bei Risikogruppen (selektive Inanspruchnahme, hohe Abbruchraten)

SELEKTIVE P.
= für Risikogruppen (erhöhtes Risiko)

INDIZIERTE P.
= für bereits auffällige Personen

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