MM5 - Bildung

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Entscheidungskriterien für Präventionsmaßnahmen + Unterscheidungskriterien

ENTSCHEIDUNGSKRITERIEN
  • grundsätzliche Präventionsmöglichkeiten: liegen überhaupt präventive Maßnahmen vor, die erfolgversprechend eingesetzt werden können?
  • Inzidenz und Prävalenz eines Problems: hohe Problemraten legen universelle Strategien nahe
  • Schwere und Folgen eines Problems: bei weniger gravierenden Folgen & guten Behandlungsmöglichkeiten keine universellen Präventionsmaßnahmen
  • Fragen der Finanzierbarkeit oder der Implementierungssmöglichkeiten: werden Ressourcen bereitgestellt, gibt es Widerstände?
 
UNTERSCHEIDUNGSKRITERIEN
  • nach Präventionsarten (universell, gezielt, selektiv, indiziert)
  • nach unterschiedlichen Zeitpunkten individueller Bildungskarrieren
    • Präventionsmaßnahmen werden typischerweise in der ersten Lebensdekade + zu Beginn der formalen Schulkarriere angeboten
    •  später kaum
  • nach Zielsetzung: Individuelle Bildung, individuelle Bildungsvoraussetzungen, soziale & gesellschaftliche Rahmenbedingungen
  • nach Handlungsebenen (auf allen Ebenen möglich)
 
Beispiele:
  • Makroebene: UNIVERSELL = neue Bildungssysteme in Gesellschaft (GTS), GEZIELT = einheitliches Bildungsangebot für Familien aus sozialer Benachteiligung
  • Mesoebene: UNIVERSELL = ergänzende Bildungsangebote in der Schule (Fremdsprachenunterricht), GEZIELT = zusätzliche Förderklassen für leistungsschwache Schüler in Regelschule
  • Mikroebene: UNIVERSELL = kognitive Förderprogramme für Vorschulkinder, GEZIELT = LRS-Programme für Schüler mit Leseschwierigkeiten

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