MM5 - Bildung

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Effekte der Maßnahmen zur Umsetzung d. Lehrfunktion auf Mikroebene:
Informationsverarbeitung, Speichern & Abrufen, Anwendung & Transfer, Steuerung & Kontrolle

3. Lehrfunktion Informationsverarbeitung
theoretische Grundlagen
  • Levels of Processing Theory (Craik & Lockart, 1972)
    • oberflächliche Verarbeitung vs. semantische Verarbeitung von Infos
    • letztere hat nachhaltigere Lerneffekte
  • Generative Learning Theory (Wittrock, 1990)
    • Ergänzung der obigen Idee: Lernen lässt sich als aktiver Prozess der Darstellung von Beziehungen auffassen
    • innerhalb der aufgenommenen Informationen:
      -> Reduzieren wichtiger Informationen
      • Selegieren: z. B. Textteile markieren
      • Organisieren: z. B. Concept-Map
-> zwischen neuen Informationen und bisherigen Kenntnissen: Elaborieren (lässt sich durch Fragen induzieren)
-> Schüler können erfolgreich trainiert werden sich selbst Fragen zu stellen
-> trainierte Schüler in den genannten Techniken haben bessere Verstehensleistungen
 
4. Lehrfunktion Speichern & Abrufen
  • oft nur auf Auswendiglernen ausgerichtet
    -> typisch dafür: Mnemotechnik
    z.B. Schlüsselwortmethode = key-word method + Methode der Orte = method of loci. -> Beide verwenden Vorstellungsbilder, um sich z. B. Vokabeln (Schlüsselwortmethode) oder Wortlisten (Methode der Orte) besser einprägen zu können
  • bildungspsychologisch weniger interessant für tieferes
  • für tieferes Verstehen ist es hilfreich Wissensabruf zu üben, um bestimmte Qualitätsstandards zu erreichen
    -> z. B. Mastery Learning
    = Lernende bearbeiten so lange Aufgabenstellungen zu einem Lehrstoff, bis ein bestimmtes Zielkriterium erreicht ist, z. B.
    90 % richtiger Antworten
    • Mastery Learning hat positive Effekte, aber die Lernzeit ist länger
    • Übung ist nützlich beim Erwerb von deklarativem Wissen
    • Übung ist beim Erwerb von Fertigkeiten = skills von ganz entscheidender Bedeutung
  • Potenzgesetz des Lernens: erst großer Lernfortschritt bei konstanter Übung, dann geht es bei steigender Expertise immer langsamer
 
5. Lehrfunktion Anwendung & Transfer
  • Anwendung d. Gelernten auf neue Zusammenhänge muss geübt werden
  • idealerweise mit schrittweise zunehmender Transferdistanz
 
6. Lehrfunktion Steuerung & Kontrolle
  • flexibler Einsatz der genannten Instrumente
  • Lehrkräfte müssen in der Lage sein, den Status quo der Lernenden angemessen zu diagnostizieren bezogen auf Lernergebnis und Lernprozess o Grundlage auch für selbstreguliertes Lernen

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