Statistik 2017/2018

Statistische Inferenz

a) Was bedeutet „Fischen nach Signifikanzen“?
b) Warum ist das nicht zulässig?
c) Was muss man tun, wenn man in einer Entscheidungsstudie mehr als einen Signifikanztest rechnen möchte?
d) Wie wirkt sich das aus?
e) Geben Sie ein nummerisches Beispiel für eine solche Korrektur.
(5 Antworten)

  • Wenn man viele Hypothesen prüft und/oder gescheiterte Hypothese mit neuen Daten laufend neuerlich testet, bis man die gewünschten Signifikanzen erzielt, spricht man von „Fischen nach Signifikanzen“.
  • Da man bei 5% Irrtumswahrscheinlichkeit, in Fällen, wo es tatsächlich keine Unterschiede gibt, bei durchschnittlich jedem 20-ten Test mit einer Zufallssignifikanz rechnen kann (Zufallssignifikanzen), sind die so gewonnene Signifikanzen nicht sinnvoll interpretierbar.
  • Bei mehreren unabhängigen Tests muss man die Irrtumswahrscheinlichkeit a verringern (Alpha-Adjustierung). Die einfachste Methode ist die Bonferroni-Korrektur;
    h. bei n unabhängigen Signifikanztests dividiert man den realen a-Wert durch n.
  • Wird das nominelle Alpha kleiner, werden Unterschiede weniger leicht signifikant.
  • Wenn man bei 4 unabhängigen Signifikanztests einen realen a-Wert von 5% erreichen will, dann muss man pro Test ein nominelles a von 1,25% (5 : 4)

Diskussion