ZwangsvollstreckungsR

Vollstreckungserinnerung, § 766

Schema Erinnerung, § 766 ZPO

A. Zulässigkeit
 
I. Statthaftigkeit: Erinnerungsführer rügt formellen Fehler der Zwangsvollstreckung
  • Auslegung Anträge analog §§ 133, 157 BGB
  • Abgrenzung zu § 767 ZPO bei Vollstreckungsverträgen
  • stets Abgrenzung zu § 793 ZPO (ggf. auch zu § 11 II RPflG)
 
II. Erinnerungsbefugnis: Erinnerungsführer macht Verletzung eigener Rechte geltend
(P) Erinnerungsbefugnis bei Verletzung von GVGA, Erinnerung Dritter, Erinnerungsgenossenschaft, §§ 59, 60 ZPO
(P) Geltendmachung drittschützender Normen o materieller Einwände durch Schuldner
 
III. Zuständigkeit, Form und Frist
  • örtlich und sachlich ausschließlich Amtsgericht nach §§ 802, 766, 764 II ZPO
  • Form analog §§ 569 II, III, 78 ZPO
  • keine Frist (aber evtl. Verwirkung, § 242 BGB)
 
IV. Rechtsschutzbedürfnis
  • Zwangsvollstreckung droht unmittelbar oder hat schon begonnen und ist noch nicht beendet
  • außer bei Gläubigererinnerung: Erinnerung hier auch vor Beginn der ZVS möglich, wenn sie sich gegen Weigerung des Vollstreckungsorgans wendet, einen Vollstreckungsauftrag auszuführen
(P) Gegenvortrag, dass ZVS ohnehin nichtig sei
 
II. Begründetheit
 
1. Allgemeine Verfahrensvoraussetzungen: Prüfung Rechts- und Parteifähigkeit, Rechtsschutzbedürfnis idR keine Probleme
(P) Prüfungsrecht des Gerichtsvollziehers bzgl. Rechtsfähigkeit
 
2. Allgemeine ZVS-Voraussetzungen: Titel, Klausel, Zustellung
(P) Titel (Bestimmbarkeit, mat. Einwände)
(P) Zustellung, §§ 178, 189 ZPO
(P) §§ 751, 756, 765m 803 ZPO
 
3. Besondere Voraussetzungen
(P) Hilfspfändung
(P) § 809 ZPO (Relevanter Zeitpunkt, Widerrufsproblematik, § 242 BGB, § 739 ZPO, neLG)
(P) Evidentes Dritteigentum: dann Verstoß gegen § 808 I
(P) § 811 ZPO
(P) § 865 II ZPO iVm §§ 1120 ff. BGB bei Grundstücken
(P) §§ 758 f. ZPO bei Wohnungsdurchsuchung
(P) § 885 ZPO bei Räumungsvollstreckung
(P) Formelle Fehler des PfüB bei Erinnerung gegen PfüB
(P) Zeitpunkt der Beurteilung des Gerichts

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