BWL 01

13. Beschaffung

15 St Gallener Prozess scheiss
 
 

Das St. Galler Management-Modell hat den Ansatz Porters weiterentwickelt und unterschei- det die Prozesse nach Art der Tätigkeit in:
 
  • Managementprozesse: Durchführung von Managementaufgaben wie strategische Ent- wicklungsprozesse und operative Führungsprozesse,

  • Geschäftsprozesse: Erbringung der marktbezogenen Kernleistung eines Unternehmens, auch als Kernprozesse bezeichnet, und

  • Unterstützungsprozesse: für die Durchführung der Geschäftsprozesse notwendige Infrastruktur.

 
 
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Die wichtigsten Prozesskategorien des neuen St. Galler Management-Modells
 
Das St. Galler Management-Modell begreift eine Unternehmung als ein System von Prozessen. Prozesse sind routinierte Abläufe, die das Alltagsgeschehen einer Unternehmung prägen. In der überlegenen Beherrschung dieser Routinen, vor allem in einer kurzen Prozesszeit, liegt eine wichtige Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg. Es wird unterschieden zwischen Managementprozessen, Geschäftsprozessen und Unterstützungsprozessen.
 

Managementprozesse umfassen alle grundlegenden Aufgaben, die mit der „Gestaltung, Lenkung (Steuerung) und Entwicklung von zweckorientierten soziotechnischen Organisationen“[7] zu tun haben. Dabei wird unterschieden zwischen normativen Orientierungsprozessen, strategischen Entwicklungsprozessen und operativen Führungsprozessen.

Geschäftsprozesse verkörpern die Kernaktivitäten einer Unternehmung, die unmittelbar auf Kundennutzen ausgerichtet sind. Sie umfassen die Kundenprozesse (Markenführungsprozesse, Kundenakquisitionsprozesse und Kundenbindungsprozesse), die Leistungserstellungsprozesse sowie die Leistungsinnovationsprozesse.

 
Unterstützungsprozesse
Hier werden unternehmensinterne Dienstleistungen für einen effektiven Vollzug der Geschäftsprozesse vollbracht. Dazu gehören zum Beispiel Prozesse der Bildungsarbeit (Lernprozesse) und der Personalarbeit (Weiterbildungsprogramme).