Methodenlehre

Was ist gerecht?

Recht auf Gleichbehandlung:
a) Austeilende Gerechtigkeit:

→ gerecht, wenn jeder proportional nach seiner Würdigkeit berücksichtigt werde

b) Ausgleichende Gerechtigkeit:

→ gerecht, wenn sich Beteiligte einander als Gleiche behandelten (ausgl. Ger. ieS) und wenn Leistung und Gegenleistung ausgeglichen seien

Weiterer Aspekt:

Fehlen persönlicher Interessiertheit (Unparteilichkeit)

  • Die Form ist die geschworene Feindin der Willkür, die Zwillingsschwester der Freiheit.“
  • Rechtssicherheit ist auch ein Wert, mit dessen Umsetzung sich Gerechtigkeit verwirklicht!
Heutige Debatte: Verteilungsgerechtigkeit
a) Utilitarismus: „das Größte Glück der größten Zahl“ / größtmögliches Abwenden des Elends

(Gesamtnutzen)
aa) Handlungsutilitarismus
bb) Regelutilitarismus
b) Rechte-orientierte Gerechtigkeitstheorie

aa) Locke
bb) Nozick
cc) Grundgesetz!

c) Fairnessprinzip (John Rawls)
Gedankenexperiment: Schleier des Nichtwissens
Gewählte Prinzipien (nach Rawls):

1. Jedermann hat ein gleiches Recht auf das umfangreichste Gesamtsystem gleicher Grundfreiheiten, das für alle möglich ist.

2. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten müssen so beschaffen sein, dass sie dem am wenigsten Begünstigten den größtmöglichen Vorteil bringen und mit Positionen verbunden sind, die jedem offen stehen.

Kritik:

→immerhin: „Intuitionspumpe“
→Man nimmt aber seine „Vorurteile“ mit hinter den Schleier.

→Auch kann man das Setting vollständig überspringen: Entscheidend sind einfach die guten Gründe, die es für eine Regelung gibt!

Diskussion