Unternehmensführung

Unternehmenskultur nach Schein

Artefakte als Ausdruck von Unternehmenskultur sind sichtbar, aber interpretationsbedürftig.

Dazu gehören:

  • Sprache (z.B. unternehmensinterne Abkürzungen, Englisch in internationalen Teams, duzen/siezen...)
  • Rituale (z.B. der freiwillige Grillabend am letzten Freitag im Monat, der Spendenlauf, regelmäßige lessoned learned Meetings...)
  • Kleidung (z.B. Casual Friday, genormte Firmenkleidung, schwarz­weiß­Vorgabe...)
  • Umgangsformen (z.B. grüßen auf Flur, Einhaltung Kommunikationsregeln, grüßen im Fahrstuhl ...)
 
Normen und Werte nach Schein
Normen und Werte sind nach Schein teils sichtbar und teils unsichtbar. Sie sind ebenso Mitarbeitern teils bewusst, aber auch unbewusst.

Dazu gehören

  • Ideologien (z.B. Diversity, Agile Company)
  • Leitlinien (z.B. Führungsleitlinien, Leitlinie Gesunde Arbeit)
  • Verbote (z.B. Diskriminierung, Unpünktlichkeit)
  • Gebote (z.B. keine Verschwendung von Papier, konkreter Bezug in Mail­Betreff)
  • Verhaltensrichtlinien (z.B. nicht bei höherrangigen an den Mittagstisch setzen, Mails innerhalb von 2 Tagen beantworten)

 Grundannahmen nach Schein

Grundannahmen beziehen sich auf Annahmen über die Umwelt, Wahrheit, Wesen des Menschen und menschlicher Handlungen und Beziehungen. Sie sind unsichtbar nach Außen und für Mitarbeiter in der Regel unbewusst.

Dazu gehören:

  • Annahmen (z.B. „Was wir schon immer so gemacht haben, kann nicht schlecht sein“, „Agile Methoden machen unsere Produkte attraktiver“)
  • Überzeugungen (z.B. „Wer sich hier anstrengt, erfährt viel Förderung!“ , „Die Großkopferten haben keine Ahnung von der Basis!“)
  • Orientierungs­ und Vorstellungsmuster (z.B. „Man sollte sich persönlich immer weiterentwickeln“, „Dabei sein ist alles“)

Die Grundannahmen bilden den Kulturkern, der die beiden weiteren Ebenen prägt.

Auf der Basis von Grundannahmen bilden sich Verteidigungsmechanismen gegen Veränderungsbestrebungen.

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