Didaktische Modelle

Erläutern Sie, was mit Didaktik im engeren Sinne und Didaktik im weiteren Sinne bzw. mit dem Primat der Inhalte gegenüber der Methode gemeint ist (vgl. Gassmann 2013, S. 131) und begründen Sie warum, es sich beim Berliner Modell bzw. bei der didaktischen Analyse um eine Didaktik im engeren oder im weiteren Sinn handelt (6 Punkte). Erläutern Sie zwei Hauptkritikpunkte am Berliner Modell (vgl. Gassmann 2013, S. 131-132)

  • Didaktik im engeren Sinn
    • ,,Die Lehre vom Was
    • vertritt die Grundthese vom Primat (= vorrangig, an erster Stelle stehend) der Inhalte über die Methode d.h. die Inhaltsauswahl und analyse ist vorrangig vor methodischen Entscheidungen (,,Lehre vom Wie“).
    • Didaktik i.e.S. und Methodik zusammen ergeben die Didaktik im weiteren Sinne (,,Die Lehre vom Was und vom Wie“).
 
Da Klafki mit seinen fünf Grundfragen der didaktischen Analyse priorisiert auf die Legitimierung, Zielakzentuierung und Herausarbeitung des Bildungsgehalts von Bildungsinhalten eingeht, handelt es sich hierbei um eine Didaktik im engeren Sinne. Methodische Entscheidungen sind nachgeordnet.
 
Im Berliner Modell wurde hingegen viel gleichwertige Entscheidungsfelder definiert: Intention, Themen, Methoden und Medien d.h. didaktische Entscheidungen werden nicht nur priorisiert auf Ziel- und Inhaltsebene getroffen, sondern die Methodik nimmt einen gleichwertigen Stellwert ein (=Didaktik im weiteren Sinne).
 
Kritikpunkte:
 
1. Die große Offenheit: Aufgrund der Unvergleichbarkeit von Unterrichtssituationen keine Handlungsanweisungen oder Orientierungshilfen
 
2. Missbrauch von Zielsetzungen durch flexible Entscheidungsfreiheit der Lehrkräfte

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