VL Kultursoziologie

11. Wissen, Deutungsmuster und symbolische Grenzziehungen

Theoretischer Hintergrund

Kritik am SI
 Bedeutungsstabilität: Manche Objekte haben eine relativ zeitstabile und konsensuelle Bedeutung (z.B. Statussymbole).
 Kognitive Begrenztheit: Eine ständige Bedeutungsaushandlung würde die Menschen kognitiv überfordern; die Informationsverarbeitung beruht meist auf typisierten Schemata und groben Heuristiken.
 Strukturwirkungen: Strukturelle Rahmenbedingungen können „hinter dem Rücken der Akteure“ handlungswirksam sein.
 Aggregationsproblem: Individuelle Bedeutungsnuancen sind irrelevant, wenn die Verteilung von Deutungsmustern auf der Makroebene beschrieben werden soll.

Dennoch: Die erste Annahme des SI ist überzeugend, die Möglichkeit eines Bedeutungswandels ist plausibel.

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