Beschaffung/Lager

Mengenplanung

Die Bereitstellung der erforderlichen Warenmengen muss in erster Linie die Lieferfähigkeit des Unternehmens gewährleisten. Anhaltspunkte für die richtige Menge bieten
 
  1. der Tatsächliche Absatz in der Vergangenheit
  2. alle Möglichen Umstände, die diesen Absatz in Zukunft ändern können
die Lagerbestände sollten jedoch nicht höher sein, als der betriebliche Ablauf es erfordert. Zu hohe Lagerbestände binden sonst anderweitig benötigtes Kapital, belasten die Zahlungsfähigkeit, erhöhen das Lagerrisiko und verursachen unnötige Zins- und Lagerkosten.
 
Ziel der Mengenplanung ist demnach,
  • einerseits so große Vorräte anzulegen, dass die Lieferfähigkeit gesichert ist,
  • anderseits die Vorräte so niedrig zu halten, dass die Beschaffungs- und Lagerkosten möglichst gering sind. Die gegeneinander strebenden ziele müssen in optimaler Weise miteinander abgestimmt werden (optimale bestellmenge). optimal ist diejenige Bestellmenge, bei der die Summe der Beschaffungs- und Lagerkosten am geringsten ist.
 
In der Wirtschaft kann die optimale Bestellmenge nicht immer realisiert werden. In Einzelfällen wird der Unternehmer von der Optimalgröße bewusst abweichen, so z.B.
 
  • wenn er Sonderangebote ausnutzen will
  • wenn Preiserhöhungen anstehen
  • wenn die Lagerfähigkeit der Ware begrenzt ist.
 
Die optimale Bestellmenge versucht den Konflikt zwischen Lager und Bestellkosten zu "entschärfen" Die Beschaffung großer Mengen in langen Zeitabständen kann hohe Lagerkosten verursachen, die Beschaffung kleiner Mengen mit vielen Bestellvorgängen verursacht hohe relative Bestellkosten.
 
Die Optimale Bestellmenge ist also die Menge, bei der die Summe aus Lager und Bestellkosten am geringsten ist. 
 
Die Optimale bestellmenge befindet sich im Tiefpunkt der Gesamtkostenkurve bzw. im Schnittpunkt zwischen Beschaffungskosten und Lagerhaltungskosten.
 
 
 
 
 

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