06. Marketing

Beschreiben Sie die Ansoff-Matrix und erläutern Sie die einzelnen Strategien!

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Marktdurchdringung bedeutet in diesem Zusammenhang das vermehrte werben von Kunden auf den bereits bearbeiteten Märkten für die bereits bestehenden Produkte. Denkbar wären hier Verkaufsförderungsmaßnahmen, die mehr Geschäft generieren sollen. Entweder geschieht dies durch die vermehrte Ansprache an Bestandskunden, mit dem Ziel mehr Geschäft zu generieren eventuell auch durch Zusatzverkäufe oder Cross-Selling, oder es werden gezielt Nichtkunden angesprochen, die eventuell sogar von Mitbewerbern mit Hilfe von besseren Angeboten abgeworben werden.

Die Marktentwicklung hingegen bedeutet die Ausweitung des Geschäftes mit dem bereits bestehenden Leistungsprogramm auf bisher noch nicht bearbeitete Märkte. Dies können bisher noch nicht akquirierte Kundensegmente sein, die man durch besondere Angebote, z.B. Weekendspecials für Kurzurlauber in einem Businesshotel, anspricht. Eine andere Möglichkeit ist die geographische Ausdehnung des Geschäftes auf neue Quellmärkte auf nationaler oder internationaler Ebene.

Produktentwicklungen können Varianten bereits bestehender Produkte sein, die sich durch besondere Qualitätsmerkmale von den bekannten Produkten differenzieren. Absolute Neuheiten, die auf Lösungen abzielen, die es bislang noch nicht gegeben hat, wären eine weitere Form dieser Marketingstrategie. Erfolgreiche Produktentwicklungen aus der Vergangenheit sind z.B. die Budgethotellerie oder die Implementierung des Video-Check-Out für die eiligen Businessgäste, die morgens nicht in langen Schlangen am Empfang stehen möchten.

Die Diversifikation beschreibt das Beschreiten neuer Märkte mit zudem neuen Produkten. Diese strategische Option unterteilt sich in drei Arten, die horizontale, vertikale und laterale Diversifikation.

Horizontal

o Ergänzung des Kerngeschäfts wird durch mit dem Angebot in engem Zusammenhang stehenden Komponenten

o Beispiele: Implementierung eines Außer-Haus-Veranstaltungsservices, die Erweiterung einer bekannten Marke wie z.B. Marriott mit weiteren Luxusmarken wie W, Ritz Carlton, Bulgari etc.

Vertikal

o Eine Ausdehnung des Geschäftes auf vor- bzw. nachgelagerte Teile der touristischen Wertschöpfungskette durch Unternehmensbeteiligungen oder Gründung neuer Tochtergesellschaften

o Beispiele: Accor mit seinen Beteiligungen an Reiseveranstaltern wie z.B. Africatours, Reisebüros wie z.B. Wagon-Lits-Travel oder Autovermietungen wie z.B. EuropeCar etc.; auch die TUI beschritt schon mit der Hotellinie neue Wege und hat sich mit den Kreuzfahrtschiffen wieder einen neuen Geschäftszweig aufgebaut.

o Diese Strategie ist eher auf Großkonzerne beschränkt, da ein mittelständisches Privathotel schwerlich die finanziellen Mittel für derartige Aktivitäten hätte.

Lateral

o Kommt in der Hotelbranche eher selten vor

o Erweiterung des Tätigkeitsfeldes auf branchenfremde Bereiche

o Beispiele: Dr. Oetker als Nahrungsmittelkonzern trat mit den Oetker Collection Hotels, wie z.B. das Brenner’s Park Hotel & Spa in die Hotelbranche ein. Bauunternehmen betätigen sich häufiger in der Hotellerie, z.B. die Hotelmarke Arabella.

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