Methodenlehre

Aktuelle Gerechtigkeitsdebatte

1. Probleme des Utilitarismus:
a) Utilitarismus: Kriterium bei der Beurteilung von Handlungen oder Normen anhand deren Nutzen für die Gesamtheit der Betroffenen
b) Regelutilitarismus: Man fragt nicht nach dem Gesamtnutzen einer Handlung, sondern nach dem Gesamtnutzen einer Regel, die solche Handlungen anordnet
c) "Negativer Utilitarismus": Die größtmögliche Abwendung des Elends von so vielen Menschen wie möglich als Verrechnugskriterium kann auch die Interessen einzelner übergehen (nur beim Anlegen eines Verrechnugskriterium handelt es sich um einen Utilitarismus)
2. Die Rechte-orientierte Gerechtigkeitstheorie:
a) Der Staat hat sich auf den Schutz von Leben, Eigentum und Freiheit zu begrenzen, er muss ein "Minimalstaat" sein - jede sozialstaatliche Tätigkeit wäre eine Verletzung der Rechte Einzelner. (John Locke)
3. Das "Fairness"-Prinzip:
a) John Rawls: 1) Jedermann hat ein gleiches Recht auf das umfangreichste Gesamtssystem gleicher Grundfreiheiten, das für alle möglich ist
2) Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten müssen so beschaffen sein, dass sie dem am wenigsten Begünstigten den größtmöglichen Vorteil bringen und mit Positionen verbunden sind, die jedem offen stehen.


Diskussion