Lernfelder

Berufliche Handlungsfelder, Lernfelder und Lernsituationen sind 
Strukturmerkmale von lernfeldorientierten  Lehrplänen. Definieren Sie die einzelnen Begriffe und erläutern Sie, wie 
diese in Verbindung zueinander stehen  (vgl.Riedl2011, S. 156‐157).

Handlungsfelder sind zusammengehörige Aufgabenkomplexe mit beruflichen sowie lebens- und gesellschaftsbedeutsamen Handlungssituationen, zu deren Bewältigung befähigt werden soll. Handlungsfelder sind immer mehrdimensional, indem sie stets berufliche, gesellschaftliche und individuelle Problemstellungen miteinander verknüpfen. Die Gewichtung der einzelnen Dimensionen kann dabei variieren. Eine Trennung der drei Dimensionen hat nur analytischen Charakter.
 
Lernfelder sind didaktisch begründete, schulisch aufbereitete Handlungsfelder. Sie fassen komplexe Aufgabenstellungen zusammen, deren unterrichtliche Bearbeitung in handlungsorientierten Lernsituationen erfolgt. Lernfelder sind durch Zielformulierungen im Sinne von Kompetenzbeschreibungen und durch Inhaltsangaben ausgelegt
 
Lernsituationen konkretisieren die Lernfelder. Dies geschieht in Bildungsgangkonferenzen durch eine didaktische Reflexion der beruflichen sowie lebens- und gesellschaftsbedeutsamen Handlungssituationen.
 
Gemäß dem bei der Entwicklung lernfeldorientierter Rahmenlehrpläne leitenden Situationsprinzip richten sich Lernfelder an beruflichen Tätigkeitsbereichen einer ausgebildeten Fachkraft aus. Diese Handlungsfelder definieren die Struktur der Rahmenlehrpläne sowie die Struktur der darauf basierenden Lehrplanrichtlinien der Länder. Die berufsbezogene Festlegung und Abgrenzung von Lernfeldern orientiert sich an betrieblichen Aufgabenbereichen, Arbeitsabläufen und Geschäftsprozessen. Lernfelder sind jedoch noch keine unmittelbar im Unterricht umsetzbaren didaktischen Vorgaben. Sie erfordern eine Transformation und Konkretisierung in Lernsituationen.

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