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Zuletzt bearbeitet: 22.01.2019 12:32:22 von phoenix_lp
Zuletzt abgefragt: 30.11.-0001 00:00:00
Leistungsbeurteilung
Erläutern sie die Rückmeldefunktion (Feedbackfunktion) von Noten für den Unterricht (vgl. Bovet & Huwendiek 2014, S. 323 & Lipowsky 2015, S. 82). Erläutern Sie den Unterschied von einfachen Rückmeldungen und elaborierten Rückmeldeformen und beurteilen Sie deren lernförderliche Wirkung (vgl. Lipowsky 2015, S. 83).
Erläutern sie die Rückmeldefunktion (Feedbackfunktion) von Noten für den Unterricht (vgl. Bovet & Huwendiek 2014, S. 323 & Lipowsky 2015, S. 82). Erläutern Sie den Unterschied von einfachen Rückmeldungen und elaborierten Rückmeldeformen und beurteilen Sie deren lernförderliche Wirkung (vgl. Lipowsky 2015, S. 83).
Erläutern sie die Rückmeldefunktion (Feedbackfunktion) von Noten für den Unterricht (vgl. Bovet & Huwendiek 2014, S. 323 & Lipowsky 2015, S. 82). Erläutern Sie den Unterschied von einfachen Rückmeldungen und elaborierten Rückmeldeformen und beurteilen Sie deren lernförderliche Wirkung (vgl. Lipowsky 2015, S. 83).
Feedback gilt als zentrale Komponente im Lehr- und Lernprozess. Aus kognitionspsychologischer Sicht hat Feedback eine informierende Funktion und soll dem Lernenden Fehler und Misskonzepte bewusst machen sowie Diskrepanzen zwischen aktueller Leistung und aktuellem Verständnis auf der einen Seite und dem zu erreichenden Zielzustand auf der anderen Seite reduzieren.
- Der Schüler bekommt durch die Noten Auskunft über den Stand seiner Lernbemühungen. Ein älterer Schüler weiß im Allgemeinen, ob er eine Zensur auf eigene Anstrengung und eigenes Können zurückführen kann oder auf die Schwierigkeit des Unterrichts bzw. der Aufgabenstellung, oder aber ob in erster Linie der Zufall (Glück oder Pech) im Spiel war; im einen oder anderen Fall mag er auch eine Bevorzugung oder Benachteiligung durch den Lehrer vermuten. Und natürlich weiß er auch, wenn er eine Note mithilfe unerlaubter Mittel bekommen hat.
- Der Lehrer erhält indirekt Informationen über Qualität und Erfolg seines Unterrichts. Er muss die Noten nicht notwendigerweise auf die Qualität seines Unterrichts zurückführen, er kann die Ursachen auch in erster Linie in den Lernenden selbst sehen, in ihrer Begabung, in ihren Vorkenntnissen und in ihrer Anstrengungsbereitschaft etwa. In verschiedenen Untersuchungen wurde die Neigung von Lehrern festgestellt, gute Lernerfolge der Schüler eher auf die Qualität des eigenen Unterrichts, schlechte Lernergebnisse dagegen eher auf mangelnde Begabung und fehlenden Fleiß der Schüler zurückzuführen. Hierin verhalten sich Lehrer völlig normal, denn solche ich bestätigenden und ich-schützenden Attribuierungen sind in emotional bedeutsamen Zusammenhängen ein allgemein menschliches Phänomen.
Die einfachen Rückmeldungen informieren den Lernenden, ob seine Lösung bzw. seine Antwort richtig oder falsch war und ggf. noch darüber, wie die richtige Antwort lautet. Demzufolge haben Rückmeldungen, die lediglich darüber informieren, ob eine Antwort bzw. ein Ergebnis falsch oder richtig ist, in der Regel keinen Effekt auf die Lernleistung
Zu den komplexen und elaborierteren Rückmeldeformen werden Hinweise gezählt, die über die Nennung des richtigen Ergebnisses hinausgehen und weitere Informationen und Erklärungen beinhalten, die für das Verständnis der Aufgabe von Bedeutung sind und die Lösung bzw. richtige Antwort verständlich machen. Sind mit der Rückmeldung dagegen Informationen verbunden, wie die korrekte Lösung lautet bzw. ist mit der Rückmeldung eine Fehlerkorrektur verbunden, so sind eher Effekte auf den Lernerfolg zu beobachten. Man geht davon aus, dass für die positiven Effekte elaborierter Feedbackformen weitere Variablen eine Rolle spielen, z.B. die Komplexität der Aufgabe und verschiedene Merkmale des Lernenden, wie z.B. dessen Vorwissen und dessen Umgang mit dem gegebenen Feedback.
Feedback gilt als zentrale Komponente im Lehr- und Lernprozess. Aus kognitionspsychologischer Sicht hat Feedback eine informierende Funktion und soll dem Lernenden Fehler und Misskonzepte bewusst machen sowie Diskrepanzen zwischen aktueller Leistung und aktuellem Verständnis auf der einen Seite und dem zu erreichenden Zielzustand auf der anderen Seite reduzieren.
- Der Schüler bekommt durch die Noten Auskunft über den Stand seiner Lernbemühungen. Ein älterer Schüler weiß im Allgemeinen, ob er eine Zensur auf eigene Anstrengung und eigenes Können zurückführen kann oder auf die Schwierigkeit des Unterrichts bzw. der Aufgabenstellung, oder aber ob in erster Linie der Zufall (Glück oder Pech) im Spiel war; im einen oder anderen Fall mag er auch eine Bevorzugung oder Benachteiligung durch den Lehrer vermuten. Und natürlich weiß er auch, wenn er eine Note mithilfe unerlaubter Mittel bekommen hat.
- Der Lehrer erhält indirekt Informationen über Qualität und Erfolg seines Unterrichts. Er muss die Noten nicht notwendigerweise auf die Qualität seines Unterrichts zurückführen, er kann die Ursachen auch in erster Linie in den Lernenden selbst sehen, in ihrer Begabung, in ihren Vorkenntnissen und in ihrer Anstrengungsbereitschaft etwa. In verschiedenen Untersuchungen wurde die Neigung von Lehrern festgestellt, gute Lernerfolge der Schüler eher auf die Qualität des eigenen Unterrichts, schlechte Lernergebnisse dagegen eher auf mangelnde Begabung und fehlenden Fleiß der Schüler zurückzuführen. Hierin verhalten sich Lehrer völlig normal, denn solche ich bestätigenden und ich-schützenden Attribuierungen sind in emotional bedeutsamen Zusammenhängen ein allgemein menschliches Phänomen.
Die einfachen Rückmeldungen informieren den Lernenden, ob seine Lösung bzw. seine Antwort richtig oder falsch war und ggf. noch darüber, wie die richtige Antwort lautet. Demzufolge haben Rückmeldungen, die lediglich darüber informieren, ob eine Antwort bzw. ein Ergebnis falsch oder richtig ist, in der Regel keinen Effekt auf die Lernleistung
Zu den komplexen und elaborierteren Rückmeldeformen werden Hinweise gezählt, die über die Nennung des richtigen Ergebnisses hinausgehen und weitere Informationen und Erklärungen beinhalten, die für das Verständnis der Aufgabe von Bedeutung sind und die Lösung bzw. richtige Antwort verständlich machen. Sind mit der Rückmeldung dagegen Informationen verbunden, wie die korrekte Lösung lautet bzw. ist mit der Rückmeldung eine Fehlerkorrektur verbunden, so sind eher Effekte auf den Lernerfolg zu beobachten. Man geht davon aus, dass für die positiven Effekte elaborierter Feedbackformen weitere Variablen eine Rolle spielen, z.B. die Komplexität der Aufgabe und verschiedene Merkmale des Lernenden, wie z.B. dessen Vorwissen und dessen Umgang mit dem gegebenen Feedback.
Feedback gilt als zentrale Komponente im Lehr- und Lernprozess. Aus kognitionspsychologischer Sicht hat Feedback eine informierende Funktion und soll dem Lernenden Fehler und Misskonzepte bewusst machen sowie Diskrepanzen zwischen aktueller Leistung und aktuellem Verständnis auf der einen Seite und dem zu erreichenden Zielzustand auf der anderen Seite reduzieren. - Der Schüler bekommt durch die Noten Auskunft über den Stand seiner Lernbemühungen. Ein älterer Schüler weiß im Allgemeinen, ob er eine Zensur auf eigene Anstrengung und eigenes Können zurückführen kann oder auf die Schwierigkeit des Unterrichts bzw. der Aufgabenstellung, oder aber ob in erster Linie der Zufall (Glück oder Pech) im Spiel war; im einen oder anderen Fall mag er auch eine Bevorzugung oder Benachteiligung durch den Lehrer vermuten. Und natürlich weiß er auch, wenn er eine Note mithilfe unerlaubter Mittel bekommen hat. - Der Lehrer erhält indirekt Informationen über Qualität und Erfolg seines Unterrichts. Er muss die Noten nicht notwendigerweise auf die Qualität seines Unterrichts zurückführen, er kann die Ursachen auch in erster Linie in den Lernenden selbst sehen, in ihrer Begabung, in ihren Vorkenntnissen und in ihrer Anstrengungsbereitschaft etwa. In verschiedenen Untersuchungen wurde die Neigung von Lehrern festgestellt, gute Lernerfolge der Schüler eher auf die Qualität des eigenen Unterrichts, schlechte Lernergebnisse dagegen eher auf mangelnde Begabung und fehlenden Fleiß der Schüler zurückzuführen. Hierin verhalten sich Lehrer völlig normal, denn solche ich bestätigenden und ich-schützenden Attribuierungen sind in emotional bedeutsamen Zusammenhängen ein allgemein menschliches Phänomen. Die einfachen Rückmeldungen informieren den Lernenden, ob seine Lösung bzw. seine Antwort richtig oder falsch war und ggf. noch darüber, wie die richtige Antwort lautet. Demzufolge haben Rückmeldungen, die lediglich darüber informieren, ob eine Antwort bzw. ein Ergebnis falsch oder richtig ist, in der Regel keinen Effekt auf die Lernleistung Zu den komplexen und elaborierteren Rückmeldeformen werden Hinweise gezählt, die über die Nennung des richtigen Ergebnisses hinausgehen und weitere Informationen und Erklärungen beinhalten, die für das Verständnis der Aufgabe von Bedeutung sind und die Lösung bzw. richtige Antwort verständlich machen. Sind mit der Rückmeldung dagegen Informationen verbunden, wie die korrekte Lösung lautet bzw. ist mit der Rückmeldung eine Fehlerkorrektur verbunden, so sind eher Effekte auf den Lernerfolg zu beobachten. Man geht davon aus, dass für die positiven Effekte elaborierter Feedbackformen weitere Variablen eine Rolle spielen, z.B. die Komplexität der Aufgabe und verschiedene Merkmale des Lernenden, wie z.B. dessen Vorwissen und dessen Umgang mit dem gegebenen Feedback.
Stichworte
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