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Zuletzt bearbeitet: 22.01.2019 12:32:22 von phoenix_lp
Zuletzt abgefragt: 30.11.-0001 00:00:00
Leistungsbeurteilung
Charakterisieren Sie im Überblick Merkmale mündlicher Leistungen. Diskutieren Sie danach zwei zentrale Vorteile und zwei zentrale Nachteile mündlicher Leistungsfeststellung (vgl. Bovet & Huwendiek 2014, S. 326-28). Welche subjektiven Fehlerquellen treten bei mündlichen Leistungsfeststellungen vorwiegend auf?
Charakterisieren Sie im Überblick Merkmale mündlicher Leistungen. Diskutieren Sie danach zwei zentrale Vorteile und zwei zentrale Nachteile mündlicher Leistungsfeststellung (vgl. Bovet & Huwendiek 2014, S. 326-28). Welche subjektiven Fehlerquellen treten bei mündlichen Leistungsfeststellungen vorwiegend auf?
Charakterisieren Sie im Überblick Merkmale mündlicher Leistungen. Diskutieren Sie danach zwei zentrale Vorteile und zwei zentrale Nachteile mündlicher Leistungsfeststellung (vgl. Bovet & Huwendiek 2014, S. 326-28). Welche subjektiven Fehlerquellen treten bei mündlichen Leistungsfeststellungen vorwiegend auf?
- Mündliche Noten müssen unabhängig von den schriftlichen erhoben werden.
- Sie müssen sich auf echte mündliche und nicht etwa auf verkappte schriftliche Leistungen beziehen.
- Für eine mündliche Leistungserhebung ist die Gesprächssituation ausschlaggebend, in der Einhilfen, Nachfragen etc. möglich sind und in der der Lehrer flexibel auf die Antworten des Schülers eingeht. Ist diese Interaktion gewährleistet, ist es völlig unerheblich, wenn dabei auch einiges – beispielsweise an der Tafel – schriftlich fixiert wird
- Mündliche Leistungen müssen unter Umständen vom Lehrer eingefordert werden. Ein Schüler darf nicht mit der Begründung eine schlechte mündliche Note bekommen, er habe sich im Unterricht nie gemeldet. In einem solchen Fall muss der Lehrer den Schüler bei verschiedenen Gelegenheiten von sich aus aufrufen.
Vorteile und Chancen mündlicher Noten:
• Durch Aufgaben „passender“ Schwierigkeit und durch die Möglichkeit zu flexiblem Nachfragen und Einhelfen kann man bei der mündlichen Überprüfung die Leistung des einzelnen Schülers genauer feststellen als bei der Klassenarbeit, in der alle Schüler die gleichen Aufgaben bearbeiten müssen und in der nicht eingeholfen werden kann.
• Bei mündlichen Prüfungen erfolgt in aller Regel eine unmittelbare Rückmeldung.
• Mündliche Noten können einen Chancenausgleich schaffen für Schüler, die bei schriftlichen Überprüfungen wegen Angst oder großer Aufregung unter ihren Möglichkeiten bleiben.
• Bei mündlichen Überprüfungen besteht im Allgemeinen kein dauernder Zwang zu direktem sozialem Vergleich. Der einzelne Schüler kann stärker „an sich selbst“ gemessen werden, die individuelle Bezugsnorm spielt eine größere Rolle.
• Besondere Beiträge, kreative Leistungen „außer der Reihe“ etwa, können gewürdigt und mit guten mündlichen Noten belohnt werden.
• Mündliche Noten können Anreiz zur Unterrichtsbeteiligung sein.
Probleme und Nachteile mündlicher Noten:
• Die Situation, auf die sich die mündliche Leistungsüberprüfung bezieht, ist „flüchtig“, d.h. einmalig und einzigartig. Sie erlaubt keinen direkten Vergleich mit anderen Leistungen und erfordert die rasche Entscheidung des Lehrers.
• Mündliche Noten beruhen auf Schätzurteilen und sind damit meist weit weniger exakt und valide als schriftliche Noten, die sich meist aus der Anzahl der Punkte bzw. der Fehler ergeben. Zudem können schriftliche Noten durch wiederholte Korrektur, auch durch andere, überprüft werden, mündliche Noten nicht.
• Auch in den Augen von Eltern und Schülern ist die Genauigkeit der mündlichen Noten gering und der Ermessensspielraum für den Lehrer dadurch entsprechend groß.
• Wenn sich bei einzelnen Schülern gegen Ende des Schuljahres eine Gefährdung der Versetzung abzeichnet, meinen Eltern oft, der Lehrer solle dem Schüler mündlich „noch eine Chance geben“. Da sich die mündliche Note auf die Leistungen im gesamten Schuljahr bezieht, ist dieses Ansinnen nichts anderes als eine verbrämte Aufforderung, die mündliche Note heraufzusetzen.
Probleme:
• Erinnerungslücken oder -verfälschungen durch besonders herausragende Ereignisse können die Benotung mündlicher Leistungen verfälschen, da zwischen der Leistung selbst und der Benotung oder dem Aufschreiben der Note ein mehr oder weniger langer Zeitraum liegt.
• Bei der mündlichen Notengebung ist die Gefahr unbewusster subjektiver Einflüsse besonders groß, da der Lehrer mündliche Noten ja nicht „ohne Ansehen der Person“ erteilen kann.
• Mündliche Noten unterliegen häufig einem gewissen Erwartungseffekt: Liegt ein Schüler aufgrund seiner schriftlichen Leistungen in einem gewissen Bereich, wird der Lehrer die mündliche Note oft im gleichen Bereich erwarten. Nur bei sehr offensichtlichen Diskrepanzen werden stark unterschiedliche schriftliche und mündliche Noten gegeben. Dadurch kommt es oft dazu, dass die mündlichen Noten de facto doch nur den Ausschlag für das Auf- oder Abrunden der schriftlichen Noten geben.
• Mündliche Noten sind häufig beeinflusst von einem Milde-Effekt: Solange ein Schüler nicht völlig stumm bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit, die Note „ungenügend“ zu bekommen, sehr gering. Es gibt sogar Lehrer, die mit Hinweis auf die große Ungenauigkeit bei der Feststellung mündlicher Noten starke Hemmungen haben, überhaupt schlechtere mündliche Noten als „ausreichend“ zu vergeben.
- Mündliche Noten müssen unabhängig von den schriftlichen erhoben werden.
- Sie müssen sich auf echte mündliche und nicht etwa auf verkappte schriftliche Leistungen beziehen.
- Für eine mündliche Leistungserhebung ist die Gesprächssituation ausschlaggebend, in der Einhilfen, Nachfragen etc. möglich sind und in der der Lehrer flexibel auf die Antworten des Schülers eingeht. Ist diese Interaktion gewährleistet, ist es völlig unerheblich, wenn dabei auch einiges – beispielsweise an der Tafel – schriftlich fixiert wird
- Mündliche Leistungen müssen unter Umständen vom Lehrer eingefordert werden. Ein Schüler darf nicht mit der Begründung eine schlechte mündliche Note bekommen, er habe sich im Unterricht nie gemeldet. In einem solchen Fall muss der Lehrer den Schüler bei verschiedenen Gelegenheiten von sich aus aufrufen.
Vorteile und Chancen mündlicher Noten:
• Durch Aufgaben „passender“ Schwierigkeit und durch die Möglichkeit zu flexiblem Nachfragen und Einhelfen kann man bei der mündlichen Überprüfung die Leistung des einzelnen Schülers genauer feststellen als bei der Klassenarbeit, in der alle Schüler die gleichen Aufgaben bearbeiten müssen und in der nicht eingeholfen werden kann.
• Bei mündlichen Prüfungen erfolgt in aller Regel eine unmittelbare Rückmeldung.
• Mündliche Noten können einen Chancenausgleich schaffen für Schüler, die bei schriftlichen Überprüfungen wegen Angst oder großer Aufregung unter ihren Möglichkeiten bleiben.
• Bei mündlichen Überprüfungen besteht im Allgemeinen kein dauernder Zwang zu direktem sozialem Vergleich. Der einzelne Schüler kann stärker „an sich selbst“ gemessen werden, die individuelle Bezugsnorm spielt eine größere Rolle.
• Besondere Beiträge, kreative Leistungen „außer der Reihe“ etwa, können gewürdigt und mit guten mündlichen Noten belohnt werden.
• Mündliche Noten können Anreiz zur Unterrichtsbeteiligung sein.
Probleme und Nachteile mündlicher Noten:
• Die Situation, auf die sich die mündliche Leistungsüberprüfung bezieht, ist „flüchtig“, d.h. einmalig und einzigartig. Sie erlaubt keinen direkten Vergleich mit anderen Leistungen und erfordert die rasche Entscheidung des Lehrers.
• Mündliche Noten beruhen auf Schätzurteilen und sind damit meist weit weniger exakt und valide als schriftliche Noten, die sich meist aus der Anzahl der Punkte bzw. der Fehler ergeben. Zudem können schriftliche Noten durch wiederholte Korrektur, auch durch andere, überprüft werden, mündliche Noten nicht.
• Auch in den Augen von Eltern und Schülern ist die Genauigkeit der mündlichen Noten gering und der Ermessensspielraum für den Lehrer dadurch entsprechend groß.
• Wenn sich bei einzelnen Schülern gegen Ende des Schuljahres eine Gefährdung der Versetzung abzeichnet, meinen Eltern oft, der Lehrer solle dem Schüler mündlich „noch eine Chance geben“. Da sich die mündliche Note auf die Leistungen im gesamten Schuljahr bezieht, ist dieses Ansinnen nichts anderes als eine verbrämte Aufforderung, die mündliche Note heraufzusetzen.
Probleme:
• Erinnerungslücken oder -verfälschungen durch besonders herausragende Ereignisse können die Benotung mündlicher Leistungen verfälschen, da zwischen der Leistung selbst und der Benotung oder dem Aufschreiben der Note ein mehr oder weniger langer Zeitraum liegt.
• Bei der mündlichen Notengebung ist die Gefahr unbewusster subjektiver Einflüsse besonders groß, da der Lehrer mündliche Noten ja nicht „ohne Ansehen der Person“ erteilen kann.
• Mündliche Noten unterliegen häufig einem gewissen Erwartungseffekt: Liegt ein Schüler aufgrund seiner schriftlichen Leistungen in einem gewissen Bereich, wird der Lehrer die mündliche Note oft im gleichen Bereich erwarten. Nur bei sehr offensichtlichen Diskrepanzen werden stark unterschiedliche schriftliche und mündliche Noten gegeben. Dadurch kommt es oft dazu, dass die mündlichen Noten de facto doch nur den Ausschlag für das Auf- oder Abrunden der schriftlichen Noten geben.
• Mündliche Noten sind häufig beeinflusst von einem Milde-Effekt: Solange ein Schüler nicht völlig stumm bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit, die Note „ungenügend“ zu bekommen, sehr gering. Es gibt sogar Lehrer, die mit Hinweis auf die große Ungenauigkeit bei der Feststellung mündlicher Noten starke Hemmungen haben, überhaupt schlechtere mündliche Noten als „ausreichend“ zu vergeben.
- Mündliche Noten müssen unabhängig von den schriftlichen erhoben werden. - Sie müssen sich auf echte mündliche und nicht etwa auf verkappte schriftliche Leistungen beziehen. - Für eine mündliche Leistungserhebung ist die Gesprächssituation ausschlaggebend, in der Einhilfen, Nachfragen etc. möglich sind und in der der Lehrer flexibel auf die Antworten des Schülers eingeht. Ist diese Interaktion gewährleistet, ist es völlig unerheblich, wenn dabei auch einiges – beispielsweise an der Tafel – schriftlich fixiert wird - Mündliche Leistungen müssen unter Umständen vom Lehrer eingefordert werden. Ein Schüler darf nicht mit der Begründung eine schlechte mündliche Note bekommen, er habe sich im Unterricht nie gemeldet. In einem solchen Fall muss der Lehrer den Schüler bei verschiedenen Gelegenheiten von sich aus aufrufen. Vorteile und Chancen mündlicher Noten: • Durch Aufgaben „passender“ Schwierigkeit und durch die Möglichkeit zu flexiblem Nachfragen und Einhelfen kann man bei der mündlichen Überprüfung die Leistung des einzelnen Schülers genauer feststellen als bei der Klassenarbeit, in der alle Schüler die gleichen Aufgaben bearbeiten müssen und in der nicht eingeholfen werden kann. • Bei mündlichen Prüfungen erfolgt in aller Regel eine unmittelbare Rückmeldung. • Mündliche Noten können einen Chancenausgleich schaffen für Schüler, die bei schriftlichen Überprüfungen wegen Angst oder großer Aufregung unter ihren Möglichkeiten bleiben. • Bei mündlichen Überprüfungen besteht im Allgemeinen kein dauernder Zwang zu direktem sozialem Vergleich. Der einzelne Schüler kann stärker „an sich selbst“ gemessen werden, die individuelle Bezugsnorm spielt eine größere Rolle. • Besondere Beiträge, kreative Leistungen „außer der Reihe“ etwa, können gewürdigt und mit guten mündlichen Noten belohnt werden. • Mündliche Noten können Anreiz zur Unterrichtsbeteiligung sein. Probleme und Nachteile mündlicher Noten: • Die Situation, auf die sich die mündliche Leistungsüberprüfung bezieht, ist „ flüchtig “, d.h. einmalig und einzigartig. Sie erlaubt keinen direkten Vergleich mit anderen Leistungen und erfordert die rasche Entscheidung des Lehrers. • Mündliche Noten beruhen auf Schätzurteilen und sind damit meist weit weniger exakt und valide als schriftliche Noten, die sich meist aus der Anzahl der Punkte bzw. der Fehler ergeben. Zudem können schriftliche Noten durch wiederholte Korrektur, auch durch andere, überprüft werden, mündliche Noten nicht. • Auch in den Augen von Eltern und Schülern ist die Genauigkeit der mündlichen Noten gering und der Ermessensspielraum für den Lehrer dadurch entsprechend groß. • Wenn sich bei einzelnen Schülern gegen Ende des Schuljahres eine Gefährdung der Versetzung abzeichnet, meinen Eltern oft, der Lehrer solle dem Schüler mündlich „noch eine Chance geben“ . Da sich die mündliche Note auf die Leistungen im gesamten Schuljahr bezieht, ist dieses Ansinnen nichts anderes als eine verbrämte Aufforderung, die mündliche Note heraufzusetzen. Probleme: • Erinnerungslücken oder -verfälschungen durch besonders herausragende Ereignisse können die Benotung mündlicher Leistungen verfälschen, da zwischen der Leistungselbst und der Benotung oder dem Aufschreiben der Note ein mehr oder weniger langer Zeitraum liegt. • Bei der mündlichen Notengebung ist die Gefahr unbewusster subjektiver Einflüsse besonders groß, da der Lehrer mündliche Noten ja nicht „ohne Ansehen der Person“ erteilen kann. • Mündliche Noten unterliegen häufig einem gewissen Erwartungseffekt : Liegt ein Schüler aufgrund seiner schriftlichen Leistungen in einem gewissen Bereich, wird der Lehrer die mündliche Note oft im gleichen Bereich erwarten. Nur bei sehr offensichtlichen Diskrepanzen werden stark unterschiedliche schriftliche und mündliche Noten gegeben. Dadurch kommt es oft dazu, dass die mündlichen Noten de facto doch nur den Ausschlag für das Auf- oder Abrunden der schriftlichen Noten geben. • Mündliche Noten sind häufig beeinflusst von einem Milde-Effekt : Solange ein Schüler nicht völlig stumm bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit, die Note „ungenügend“ zu bekommen, sehr gering. Es gibt sogar Lehrer, die mit Hinweis auf die große Ungenauigkeit bei der Feststellung mündlicher Noten starke Hemmungen haben, überhaupt schlechtere mündliche Noten als „ausreichend“ zu vergeben.
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