Zucker

Kakaobutteralternativen (CBA)
- Welche Kakaobutter u. warum wird nicht für Schokolade verwendet
- CBAs aufzählen
- Einsatzgründe/ Voraussetzung für Zulassung von CBAs

= Kakaobutteraustauschfette
Oberbegriff für alle Fette, die die Funktion von Kakaobutter voll oder teilweise erfüllen:
 
KakaoVO § 2
1. nicht laurinsäurehaltige pflanzlische Fette, einfach ungesättigte Triglyceride (POP, POS, SOS)
2. mit Kakaobutter in jedem Verhältnis mischbar, mit physikalischen Eigenschaften kompatibel
3. durch Raffination/ Fraktionierung gewonnen, keine enzymatische Veränderung
 
a) CBE Cocoa Butter Equivalents
Nicht-laurische Pflanzenfette. Chemischer Aufbau identisch mit Kakaobutter, daher mit dieser in beliebiger Menge mischbar. Polymorphe Kristallisation
• z.T. preisgünstiger als Kakaobutter
• z.B. Shea-Öl, Illipe-Öl, Palmöl
 
b) CBI Cocoa Butter Improvers
• Aufbau wie Kakaobutter, aber härter, da mehr gesättigte Fettsäuren (P, S) enthalten (-> erhöhter Schmelzpunkt)
• Mit Kakaobutter mischbar. Polymorphe Kristallisation
• Vorteil: erhöhte Wärmebeständigkeit von Schokolade; Einsatz z.B. bei milchfetthaltigen Produkten
• z.B. Shea-Öl, Illipe-Öl
 
c) CBR Cocoa Butter Replacers
ähnliche Fettsäurezusammensetzung wie Kakaobutter
teilkompatibel mit Kakaobutter (20 % Zusatz möglich)
• Vorteil: keine polymorphe Kristallisation -> kein Vorkristallisieren/ Temperieren erforderlich
• Nachteile: weicher als Kakaobutter; oxidationsanfällig
• z.B. Sojaöl
 
d) CBS Cocoa Butter Substitutes
• laurische Fette; enthalten ~ 50 % Laurinsäure (C12-Körper)
• chemisch völlig andere Zusammensetzung als Kakaobutter -> keine Beimischung möglich (inkompatibel), sondern nur kompletter Austausch der Kakaobutter; andernfalls Fettreifbildung im Produkt (-> s. Eutektikum)
• härter als Kakaobutter; keine polymorphe Kristallisation
• Nachteil: leicht verseifbar durch Wasser und Lipasen
• v.a. für „Tropenschokolade“ und Militär-Schokolade
• z.B. Kokosnussöl, Palmkernöl

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