Klausurfragen VEÖK

Incentives: Definition; Beispiele, Verbindung zur Prinzipal-Agent-Theorie und Zusammenhang zu variablen Kosten herstellen

Unter Incentives versteht man Anreize, die höheren Arbeitseinsatz motivieren und zu besserer Leistung führen sollen. Wurde bei relativ einfachen Aufgaben, die keine große Kreativität verlangen, wissenschaftlich belegt > Steigerung um 30-50% (Bei komplexen Aufgaben ist die Datenlage weniger eindeutig).
 
In der Controlling-Literatur werden dahingehend besonders erfolgsabhängige Bonuszahlungen untersucht. Dazu gehören aber auch Sachprämien, Chancen auf Beförderung, Lob und Tadel.
 
Verbindung zu Principal-Agent Theorie / Ökonomische Sicht auf Incentives
Eigentümer = Principal,
Agent = z.B. Geschäftsführer
Die Theorie besagt: Der Principal steuert das Kapital des UN und trägt das Risiko der Geschäftstätigkeit. Der Agent wird eingestellt um seine Arbeitsleistung für den Prinzipal zu erbringen. Die Theorie geht davon aus, dass die einzigen Einnahmen des Agents die Entlohnung dieser Tätigkeit ist. Der Agent wird deshalb als risikoavers und der Prinzipal meist als risikoneutral angesehen. Im Zentrum der Incentive Gestaltung dieser Theorie steht die für beide Seiten nutzen maximierende Entlohnungsfunktion des Agenten.
In der Praxis ist es nicht möglichen bei komplexen Managementtätigkeiten diese genau zu beobachten und an die Handlungen die Incentives zu knüpfen. Der Agent will Anstrengung nach Möglichkeit verwenden und der Principal kann die Anstrengung nicht mit vertretbaren Aufwand kontrollieren. Stattdessen wird der Outcome (die Ergebnisse der Handlungen) für die Beurteilung herangezogen. Gemessen wird dieser i.d.R. durch Kennzahlen. Anhand der Kriterien Kongruenz und Präzision wird entscheiden, wie viel Gewicht einer Kennzahl beigemessen werden soll.
Beispiel Kongruenz: Kennzahl Umsatz vs. Deckungsbeitrag. Ein Deckungsbeitrag ist mehr Kongruent als alleine der Umsatz, da Sie auch Kosten berücksichtigen. Somit den Gewinn erhöhen.

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