Geschäftsführung ohne Auftrag

Definition/Übersicht, angemaßte GoA

angemaßte GoA: Ansprüche: Geschäftsherr gegen Geschäftsführer 

  • die Ansprüche des Geschäftsherrn richten sich nach § 687 Abs.2 S.1 BGB iVm §§ 677, 678, 681 BGB iVm §§ 666 ff. BGB
  • folgende Ansprüche kommen in Betracht
    • GoA:
      • Erfüllung: §§ 677, 698 Abs.2 S.1 BGB 
      • Schadensersatz: §§ 678, 687 Abs.2 S.1 BGB
      • Herausgabe des Erlangten: §§ 667, 681 S.2, 687 Abs.2 S.1 BGB 
      • Auskunft: §§ 666, 681 S.2, 687 Abs.2 S.1 BGB
      • Zinsen: §§ 668, 681 S.2, 687 Abs.2 S.1 BGB
    • EBV
      • neben den Ansprüchen aus angemaßter GoA iSv § 687 Abs.2 S.1 BGB kommen Ansprüche aus EBV gemäß §§ 987 ff. BGB in Betracht, da die angemaßte GoA im Gegensatz zur echten berechtigten GoA kein Recht zum Besitz verkörpert 
      • dies sind:
        • Verwendungsersatz: §§ 994 ff. BGB 
        • Schadensersatz: §§ 989, 990 BGB 
        • Nutzungen: §§ 987 ff. BGB
    • unerlaubte Handlung
      • Ansprüche aus §§ 823 ff. BGB kommen ebenfalls neben denen aus § 687 BGB in Betracht 
      • es besteht ein Fall echter Anspruchskonkurrenz 
      • zu beachten ist jedoch die Haftungsbeschränkung zugunsten geschäftsunfähiger und beschränkt geschäftsfähiger Geschäftsführer des § 682 BGB, die ausschließlich für Ansprüche aus GoA gilt
    • Bereicherungsrecht 
      • die §§ 812 ff. BGB sind im Falle der angemalten GoA uneingeschränkt anwendbar
      • lediglich die echte berechtigte GoA stellt einen Rechtsgrund iSv § 812 BGB dar und lässt Ansprüche aus § 812 BGB entfallen 

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